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Warum für Europäer alle Asiaten so ähnlich aussehen



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Warum für Europäer alle Asiaten so ähnlich aussehen

Der Mensch nimmt Gesichter von Mitgliedern fremder Gruppen ungenauer wahr

Amerikanische Wissenschaftler haben entdeckt, warum Menschen mit einer anderen Hautfarbe so schwer auseinanderzuhalten sind: Dahinter steckt eine grundsätzliche Neigung, die Mitmenschen unbewusst in zwei verschiedene Kategorien einzuteilen – "eigen" und "fremd". Gesichter von Mitgliedern der eigenen Gruppe werden dabei prinzipiell genauer wahrgenommen als die von Angehörigen einer fremden Gruppe. Dieser Effekt zeigt sich unabhängig von der Art der Gruppe, ob sie nun durch ein gemeinsames Hobby oder die Zugehörigkeit zu einer Familie zustande kommt, oder eben auf einer gemeinsamen Hautfarbe basieren.


Für viele Europäer sehen alle Asiaten gleich aus. Das gilt allerdings auch umgekehrt. Bild: Nordisk familjebok, wikipedia.org

Genauso wie für Europäer alle Asiaten gleich aussehen, haben auch Asiaten Schwierigkeiten, weiße Menschen voneinander zu unterscheiden. Bisher wurde dieser Effekt auf eine fehlende Gewöhnung zurückgeführt: Da die meisten im täglichen Leben hauptsächlich Menschen mit ihrer eigenen Hautfarbe begegnen, sind sie es einfach nicht gewöhnt, fremdartig aussehende Gesichter zu sehen und zu erkennen, so die These. Immer mehr Forscher glauben mittlerweile jedoch, dass dem Phänomen noch ein weiterer Mechanismus zugrundeliegen muss. Ihre Vermutung: Die Schwierigkeiten mit andersartigen Gesichtern sind nur eine Erscheinungsform eines umfassenderen Prinzips, das Menschen grundsätzlich zwischen "eigen" und "fremd" unterscheiden lässt.

Um das zu testen, entwarfen Studienleiter Michael Bernstein und seine Kollegen nun ein Szenario, in der ausschließlich die Gruppenzugehörigkeit und nicht der Grad der Gewöhnung variierte: Sie zeigten insgesamt 99 Freiwilligen Fotos von fremden Gesichtern, die die gleiche Hautfarbe hatten wie sie selbst. Von der Hälfte der Abgebildeten behaupteten die Forscher, sie würden die gleiche Universität besuchen wie die Testteilnehmer, während die anderen angeblich Angehörige einer fremden Hochschule waren. Tatsächlich konnten sich die Probanden die Gesichter ihrer vermeintlichen Kommilitonen besser merken als die der anderen, zeigte die Auswertung. Der Effekt war sogar dann messbar, wenn es sich um vollkommen künstliche Gruppen auf der Basis eines fingierten Persönlichkeitstest handelte, so die Forscher.

Auch ohne Gewöhnungseffekt reicht das Gruppengefühl allein also bereits aus, um die Gesichtserkennung zu beeinflussen, schließen die Forscher. Sie vermuten, dass in dem Moment, in dem das Gegenüber als Mitglied der eigenen Gruppe identifiziert wird, ein automatisches Gesichtserkennungsprogramm anläuft, das bei Angehörigen fremder Gruppen nicht reagiert. Zudem konzentrieren sich Menschen bei fremdartigen Gesichtern möglicherweise eher auf die Merkmale der fremden Kategorie als auf die individuellen Kennzeichen. Im täglichen Leben spielen wahrscheinlich beide Effekte, die soziale Kategorisierung und die Gewöhnung, eine Rolle – zu welchen Anteilen, müsse nun untersucht werden, so die Forscher.

Michael Bernstein (Miami University, Oxford) et al.: Psychological Science, Bd. 18, Nr. 8, S. 706
ddp/wissenschaft.de – Ilka Lehnen-Beyel

20.10.2004 - Biologie


Weniger Söhne für Alleinerziehende

Forscherin: Partnerschaft der Eltern beeinflusst Geschlechterverhältnis der Kinder

Zusammenlebende Elternpaare bekommen im Durchschnitt mehr Söhne als getrennt lebende, bei denen sich nur ein Elternteil um den Nachwuchs kümmert. Das ist das Ergebnis einer statistischen Studie der amerikanischen Ökonomin Karen Norberg, die bei mehr als 86.000 Geburten das Geschlechterverhältnis des Nachwuchses und die Lebenssituation der Eltern verglich. Damit sei erstmals gezeigt worden, dass familiäre Verhältnisse einen Einfluss auf das Geschlecht der Nachkommen haben können, schreibt Norberg in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society: Biological Sciences (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1098/rspb.2004.2857).


Während der vergangenen Jahre hat sich das Verhältnis der Geburten von Jungen und Mädchen in den Industrienationen deutlich verändert – es werden immer weniger Jungen geboren. Einige Faktoren, die das Geschlechterverhältnis zugunsten von Mädchen beeinflussen, sind eine schlechte Versorgung oder Untergewicht der Mutter, emotionaler oder physischer Stress und der Einfluss verschiedener Chemikalien.

Doch auch die Beziehung zwischen den Eltern könnte eine Rolle spielen, entdeckte Karen Norberg vom Nationalen Büro für ökonomische Forschung bei der Auswertung der Daten von vier großen Studien, in denen insgesamt 86.000 Geburten in mehr als 61.000 Familien untersucht worden waren. Dabei fand sie einen kleinen, aber deutlichen Unterschied im Verhältnis von Jungen- und Mädchengeburten zwischen Paaren, bei denen sich beide Eltern um die Kinder gekümmert hatten und Paaren, bei denen nur ein Elternteil die Betreuung übernommen hatte. Besonders ausgeprägt war dieser Unterschied bei Elternteilen mit mehreren Kindern, die bei deren Empfängnis in unterschiedlichen Familienverhältnissen gelebt hatten: Eine stabile Partnerschaft erhöhte die Wahrscheinlichkeit für einen Sohn um 14 Prozent.

Mögliche Gründe für diesen Unterschied könnten nach Ansicht von Norberg eine Veränderung im hormonellen Zustand oder auch die im Durchschnitt häufigeren sexuellen Kontakte in einer Partnerschaft sein. Solche Veränderungen seien möglicherweise ein Signal dafür, dass zur Betreuung des Nachwuchses ein Vater zur Verfügung stehe und daher männliche Kinder, deren Aufzucht aus Sicht der Evolution als aufwändiger gilt, mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgreich großgezogen werden können. Die steigende Anzahl Alleinerziehender während der vergangenen Jahre könnte demnach die Ursache dafür sein, dass im gleichen Zeitraum die Zahl der neugeborenen Jungen gesunken sei, schreibt Norberg.

ddp/bdw – Ilka Lehnen-Beyel Geburtenrate

17.12.2005 - Medizin

Was lange währt, wird eher ein Sohn


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