Ag feministische theorie und praxis 10 02 Queer Theory



Yüklə 21.46 Kb.
tarix02.11.2017
ölçüsü21.46 Kb.

Kristin

ag feministische theorie und praxis 10.6.02



Queer Theory



  • Geschlecht und Sexualität werden als „Effekte bestimmter moderner Bezeichnungs-, Regulierungs- und Normalisierungsverfahren“(Hark 1993, S.104) verstanden.

  • Identitäten werden durch Normen produziert, wirksam wird dies vor allem mittels Ausschlussprozesse.

  • Diese Ausschlüsse funktionieren auch innerhalb der eigenen Bewegungen und Theorien, deswegen kritisiert Queer Theory nicht nur hegemoniale Diskurse, sondern reflektiert auch eigene Diskurse.

  • Infragestellung der Identitätskategorien schwul, lesbisch und heterosexuell

  • entscheidender Einfluss auf Entstehung von queer: Aneignung poststrukturalistischer Theorien, vor allem Michel Foucault

  • zentral in der Queer Theory: Verständnis von Heterosexualität als Herrschaftsverhältnis

  • Judith Butler analysiert „wie Geschlecht als regulierendes, Heterosexualität privilegierendes Konstrukt funktioniert und wie darüber hinaus die Dekonstruktion normativer Geschlechtermodelle lesbische und schwule Subjektpositionen legitimiert“ (Genschel 1996, S.529)



Michel Foucault: Diskursivierung von Sexualität





  • Kritik an der Repressionshypothese, in der Sexualität als etwas verstanden wird, dass von der bürgerlichen Gesellschaft unterdrückt wird

  • Macht ist nicht primär repressiv, sondern ein Positives, dass die soziale Wirklichkeit erst schafft.

  • Sexualität ist von je her einem Geständniszwang ausgesetzt worden.

  • Foucault stellt anhand einer Genealogie dar, dass Sexualität durch das Zusammenwirken von Wissen und Macht historisch gebildet wird, also ein historisches Produkt ist.

  • Sexualität ist seit dem 18. Jahrhundert durch verschiedene Anreize zum Sprechen gebracht worden.

  • Sexualität ist das Produkt einer Diskursivierung.

  • Foucault bündelt in dem Begriff des Sexualitätsdispositivs die Strategien, die die Macht stützen.

  • Verknüpfung des modernen Sexualitätsverständnisses mit einem neuen Subjektbegriff: die eigentliche Wahrheit des Menschen liegt demnach im Unbewussten des Menschen und offenbart sich in der Sexualität

  • Die Wahrheit der Subjektivität muss Foucault zufolge in der Macht zu gesucht werden.

  • Das Wissen um Sexualität ist ein Effekt von Macht und eine spezifische Weise der modernen Subjektkonstitution.

  • Die Sexualitätsdiskurse produzierten zahlreiche Phänomene.

  • Die verbotenen und ausgegrenzten Phänomene sind grundlegend für das „Normale“ und Anerkannte.



Judith Butler: Zwangsheterosexualität und Performativität





  • Kritik an sex/gender- Unterscheidung : Auslagerung der Dualität der Geschlechter (Sexes) in ein vordiskursives Feld stabilisiert die binäre Geschlechterordnung

  • geschlechtliche Unterscheidung verschränkt mit der heterosexuellen Normierung des Begehrens

  • heterosexuelle Matrix: sex, gender und Begehren hängen kausal miteinander zusammen, beziehen sich kohärent aufeinander und erscheinen so als natürlich

  • Durch diese Kohärenz werden Geschlechtsidentitäten „intelligibel“.

  • Heterosexualität als Norm und Zwang

  • Heterosexualität gilt als „wahr“ und „richtig“ andere Formen, z.B. Homosexualität gelten als abnormal

  • Heterosexualität ist eine produktive diskursive Matrix.

  • Naturalisierung von Heterosexualität durch performative Wiederholung normativer Geschlechtsidentitäten

  • Annahme der Homosexualität als Kopie macht Konstruktion von Heterosexualität als Original erst möglich

  • Instabilität des Gefüges Kopie und Original

  • Performativität ist zwanghaft, sie ist ein Prozess der Konstitution des Subjekts

  • Butler plädiert für verschobene Wiederholung der Performativität

  • Es geht dabei „um die Parodie des Begriffs des Originals als solchen“ (Butler 1991, S.203; Hervorh. im Orig.)

  • jede Wiederholung impliziert Möglichkeit zur Neuinterpretation, aber nur innerhalb der bestehenden Sprache

  • Der Prozess der ständigen Neuinterpretation der Norm könnte zur Ausweitung und Vervielfältigung lebbarer Existenzen führen.



Literatur





  • Bauer, Birgit (1999): „Was heißt hier queer? Mehr als ein Modewort für schwul oder lesbisch“, in: standpunkt: sozial, 3, S. unbekannt . Im Internet unter: (24.01.02)

  • Butler, Judith (1991): Das Unbehagen der Geschlechter, Frankfurt a.M.

  • Butler, Judith (1997): Körper von Gewicht. Die diskursiven Grenzen des Geschlechts, Frankfurt a.M., S.19-51.

  • Butler, Judith (1996): „Imitation und die Aufsässigkeit der Geschlechtsidentität“, in Hark, Sabine (Hrsg.): Grenzen lesbischer Identitäten. Aufsätze, Berlin, S.15-37.

  • Bührmann, Andrea Dorothea (1998): „Die Normalisierung der Geschlechter in Geschlechterdispositiven“, in: Bublitz, Hannelore (Hg.): Das Geschlecht der Moderne. Genealoge und Archäologie der Geschlechterdifferenz, Frankfurt a.M./New York, S.71-95.

  • Fink-Eitel, Hinrich (1997): Michel Foucault zur Einführung, 3. durchges. Aufl., Hamburg, S.55-63.

  • Foucault, Michel (1983): Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit 1, Frankfurt a.M..

  • Genschel, Corinna (1996): „Fear of a Queer Planet: Dimensionen lesbisch-schwuler Gesellschaftskritik“, in: Das Argument, 216, S.525-537

  • Hark, Sabine (1993):“Queer Interventionen“, in: Feministische Studien, 2, S.103-109.

  • Jagose, Annemarie (2001): Queer Theory. Eine Einführung, Hrsg. der dt. Ausgabe: Genschel, Corinna u.a., Berlin.

  • Knapp, Gudrun-Axeli (2000): „Konstruktion und Dekonstruktion von Geschlecht“, in Becker-Schmidt, Regina/Knapp, Gudrun-Axeli : Feministische Theorien zur Einführung, Hamburg, S.63-103.

  • Villa, Paula: Sexy Bodies: Eine soziologische Reise durch den Geschlechtskörper, Opladen, S.121-179.


Dostları ilə paylaş:


Verilənlər bazası müəlliflik hüququ ilə müdafiə olunur ©muhaz.org 2017
rəhbərliyinə müraciət

    Ana səhifə