1. Einteilung der Wortarten nach morphologischen, syntaktischen und semantischen Kriterien



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1.Einteilung der Wortarten nach morphologischen, syntaktischen und semantischen Kriterien


Der gesamte Wortschatz (Wortbestand) einer Sprache gliedert sich in Wortarten ( Wortklassen). Dieser Gliederung liegen im Prinzip drei Kriterien zu Grunde:



  1. das morphologische Kriterium

  • danach zerfallen die Wortarten in

  1. flektierbare (formveränderliche) und

  2. unflektierbare (formuunveränderliche)

Drei Arten der Formveränderung (Flexion) sind möglich: Konjugation, Deklination, Komparation.

2. das syntaktische Kriterium



  • damit sind gemeint die unterschiedliche Funktionen im Satz: Satzgliedteil, Fügeelement

3. das semantische (lexikalische) Kriterium

Darunter versteht man die begrifflich kategorische Prägung der Wörter =

= ihre gr. Bedeutung
laufen

der Lauf


Aus der Dominanz dieses oder jenes Kriteriums ergibt sich eine unterschiedliche Zahl von Wortarten.

In den gegenwartigen Grammatiken des Deutschen herrscht einerseits die Tendenz vor, die Zahl der Wortarten zu verringern, anderseits wird - in Vergleich zur traditionelen Grammatik - diese Zahl vergrößert. Faktisch werden alle in der d. Sprache vorhanden Wortarten in verschiedenen Darstellungen wiedergespiegelt und abhängig davon, ob sie als selbständige Klassen anerkannt oder als Teilklassen anderen Klassen zugeordnet werden. Die Zahl der Wortarten ist von ungeordneter Bedeutung. In der Schulgrammatik sind es bekannte 10 Wortarten; davon sind die ersten 6 flektierbar die anderen 4 unflektierbar:

Substantiv Adverb

Artikel Präposition

Pronomen Konjunktion

Adjektiv Interjektion

Numerale


Verben
In der Grammatik unterscheidet man 6 Wortarten



1) Verben

Hauptwortarten

(Die Wörter dieser Wortarten sind im stärkeren Maße bedeutungtragend als die folgenden Wortarten)



2) Substantive

3) Adjektiv

4) Begleiter und Stellvertreter des Substantivs (Artikel, Pronomen, Numerale)




5) Partikel (Adverb, Präposition, Konjunktion)

6) Interjektion





Die Wortarten im Überblick (nach Duden)





Merkmale

Wortart

morphologisch

syntaktisch

semantisch/pragmatisch

Flektierbare



Verb


Konjugation

Funktion: v.a. Prädikat

Distribution1: in Kongruenz mit dem Subjekt (Personalform)



Zustände, Vorgänge,

Tätigkeiten, Handlungen


Substantiv



Deklination

Funktion: Subjekt, Objekt,

adverbiale Bestimmung, Attribut

Distribution: mit Artikel


Lebewesen, Sachen,

Begriffe (Abstrakta)


Adjektiv


Deklination

Komparation



Funktion: Attribut, adverbiale

Bestimmung

Distribution: mit Substantiv bzw. Verb


Eigenscchaften, Merkmale

Artikel, Pronomen



Deklination

Funktion: Attribut oder

Substantivstellvertreter (mit

entsprechender Funktion)

Distribution: mit oder an Stelle eines Substantivs



Verweis, nähere

Bestimmung


Unflektierbare:



Adverb





Funktion: Attribut oder

Umstandsangabe

Distribution: mit Substantiv,

Adjektiv, Verb



nähere Umstände

Partikel





Funktion: Saztgliedteil/Attribut

Distribution: v.a. bei Hauptvorarten oder syntaktisch isoliert



Sprechereinstellung,

-bewertung


Präposition






Funktion: Präpositionalkasus

Distribution: vor Substantiven

(Pronomen)


Verhältnisse, Beziehungen

Konjunktionen






Funktion: Verbindung, Einleitung, Unterordnung

Distribution: zwischen Sätzen,

innerhalb von Satzgliedern und

Attributen



Verknüpfung im

logischen, zeitlichen,

begründenen, modalen u.ä. Sinn




Transposition der Wörter - Wortartwechsel
Es kommt vor, daß ein Wort aus einer Wortart in eine andere transponiert wird. Am leichtesten erfolgt die Substantivierung. Sie besteht darin, daß ein Wort einer beliebigen Wortart in ein Substantiv verwandelt wird. in diesem Fall erhällt es den Artilkel.

Der Infinitv und alle unflektierbaren Wortarte erhalten das sächliche Geschlecht - das Warten

das Heute

das Aber


das Acht
Die Zahlwörter sind veiblichen Geschlechts - die Drei, die Fünf (nach: die Zahl, die Ziffer).

Substantivierte Adjektive und Partizipien können alle drei Geschlechter haben - r, s, e Kranke.

Die Verbalisierung ist jedenfalls nicth selten.

Dabei wird eine Wortart - meist ein Substantiv oder ein Adjektiv - in ein Verb verwandelt, indem sie alle Verbalformen, vor allem das Infinitivsufix erhält.

Land > landen

Mond > monden

wassern > (=aufs Wasser niedergehen)

reif > reifen

Ein Wortwechsel erfolgt auch bei manchen Substantiven, deren Kasusformen oder Präpositonalverbindungen zu Adverbien oder Präpositionen erstatt sind.

Adverbien: tags, morgens, abends, zuzeiten

Präpositionen: zwecks, laut, u.a. …



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