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Nom. Akk. Pl.: die ursprüngliche konsonantische Flexion. In den Komposita treten auch die Formen der a- Dekl. ein.

Gen. Pl.: die lautliche Form der konson. Deklination stimmt mit der Form der a- Dekl. überein.

Dat. Pl.: es handelt sich wahrscheinlich um die ursprüngliche konsonantische Form, die aber zugleich auch der a- Dekl. entspricht.

Die Komposita: gomann „Mann, Ehemann; die pronominalen Komposita: eoman, ioman „jemand“, neoman, nioman „niemand“.
4.2.4.5. Die heteroklitischen Stämme - Neutra

Kurz zu erwähnen sind noch die sog. Heterokliten oder auch r/n- Stämme (tsch. „různosklonná substantiva“), die über eine besondere Deklination verfügen - im Nom. Akk. Sg. endet der Stamm dieser Substantive (es handelt sich nur um die Neutra) auf -r oder -i, in den weiteren obliquen Kasus dann auf -n. Die Heterokliten erscheinen v. A. im Hethitischen, Indoiranischen, Griechischen (einige Spuren auch im Lateinischen). Was das Germanische betrifft, wird die Deklination dieser Substantive in allen Kasus bereits ausgeglichen, wobei man aber in den einzelnen germanischen Sprachen unterschiedliche Tendenzen betrachten kann - in einigen Sprachen wird der Ausgleich zugunsten des r, in anderen zugunsten des n durchgeführt, was sich aus der ursprünglichen ide. heteroklitischen Bildung der Kasusformen dieser Substantive ergibt. Es betrifft u. a. folgende Substantive: Wasser, Feuer. Ahd. waµµar (im Ahd. als r- Stamm aufgefasst und genauso auch dekliniert) as. watar, ae. wæter - Ausgleich zugunsten des r - dagegen got. wato (n- Stamm), anord. vatn (a- Stamm) - Ausgleich zugunsten des n. Die heteroklitische Deklination, bleibt im Hethit. erhalten: Nom. watar - Gen. weten. Alle Formen gehen auf ide. *aud-, wed- „Wasser“ zurück, das eine Dentalerweiterung zu ide. *au- „befeuchten, fließen“ ist. Ahd. as. fiur (a- Stamm) „Feuer“, aus westgerm. *fewur - auch ae. fÙr ý, afr. fior - Ausgleich zugunsten des r - dagegen got. fōn, (n- Stamm, z. T. unregelmäßige Deklination - Gen. funins), anord. funi - Ausgleich zugunsten des n. Die hethit. Dekl. bewahrt wieder die heteroklitischen Formen: Nom. pahhu(wa)r, Gen. pahhwen. Die entsprechende ide. heteroklitische Form ist *pewōr, *pūr, Gen. *punés (die ide. Form steht auch in slawischen Wörtern für „Asche“, vgl. alttsch. pýř „glühende Asche“ usw.). Im Deutschen bleibt z. T. auch die n- Form erhalten, u. z. im Wort der schwachen Deklination „Funke(n)“ < mhd. vunke < ahd. funko < vordt. *funkon (im Ahd. als n- Stamm dekliniert), das eine Zugehörigkeitsbildung zu Feuer ist, wobei die Form des Stammes (mit -n-) aus dessen obliquen Kasus (des ursprünglich heteroklitischen r/n- Stammes) übertragen wurde. (-n der Endsilbe wird erst sekundär aus den obliquen Kasus übernommen.)



4.3. Die Deklination im Mittelhochdeutschen - allgemeine Charakteristik
Die spätahd. und mhd. Schwächung der Endsilbenvokale beeinflusst sehr bedeutend die mhd. Deklination, die im Zusammenhang mit dem älteren Zerfall des alten Flexionssystems (vgl. dazu 2.3.) viele neue Aspekte bringt.

Folgende Merkmale sind zu betrachten:



1. Viele der Kasusformen fallen lautlich zusammen, sodass die Zahl der homonymen Morphe steigt (z. B. wird das schwache Maskulinum ahd. boto > mhd. bote von 5 ahd. Formen auf nur 2 mhd. Formen reduziert, vgl. die Tabelle). Mit dem lautlichen Zusammenfall der Kasusformen hängt auch die nicht selten vorkommende Verwendung einer Kasusform in einem anderen Kasus.

2. Die Grenzen zwischen den einzelnen Deklinationsklassen lösen weiter auf, oft kommt es vor, dass die Substantive die Deklinationsmuster verändern.

3. Die Flexionsendungen verlieren völlig die Möglichkeit, die Flexionsklasse zu unterscheiden, wie es z. T. im Ahd. noch möglich war, z. B. ō- Stämme - Dat. Pl. ahd. gebōm, -ōn > mhd. geben.

4. Die ursprüngliche Funktion der Endungen wird in den nötigen Fällen von den analytischen Mitteln übernommen: es handelt sich um den Artikel und um die Präpositionen. Dank ihnen stellen die abgeschwächten Endungen, die noch ständig von der Apokope gefährdert sind (vgl. weiter), kein Hindernis für die Verständigung dar. In einigen Deklinationsklassen wird die Numerusunterscheidung im Mhd. ausreichend mittels des der Endung -e im Pl. gegenüber der ø- Endung im Sg. ausgedrückt.

Beispiele: vgl. z. B: ahd. Sg. tag - Pl. tage > mhd. Sg. tac - Pl. tage

ahd. Sg. hirti - Pl. hirta > mhd. Sg. hirte -Pl. hirte, diu hirte

ahd. Sg. geba - Pl. gebā > mhd. Sg. gebe - Pl. gebe, diu gebe



5 Die Schwächung der umlautbewirkenden i- Laute führt zur Phonemisierung der anderen i- Umlaute.

6. Der Zerfall des alten Kasussystems bringt noch zwei wichtige Tendenzen, durch die sich das Mhd. von den älteren Sprachperioden wesentlich unterscheidet: die Tendenz der „Profilierung der Numeruskategorie“ und die Tendenz des „Unwichtigkeitswerdens der Kasuskategorie“ (Paul 1969: 136). Die Aufgabe, den Kasus zu bezeichnen wird mehr von dem Artikel und von den Präpositionen übernommen. Als Kasusmorpheme sind nur noch -s, -n relevant. (Die Endung -e im Dat. Sg. wird oft apokopiert.) Der Numerus ist im Mhd. dem Kasus nicht mehr untergeordnet. Die Information von dem Numerus und Kasus wird in den meisten Fällen nicht mehr durch ein einziges Suffix ausgdrückt, wie es noch im Ahd. üblich war. Der Sg. ist also hinsichtlich des Numerus eig. unmarkiert. Der Nom. Sg. und der Nom. Pl. sind dagegen hinsichtlich des Kasus unmarkiert, wozu die Verschiebung der Morphemgrenze beiträgt. Diese Verschiebung geht auf den Zusammenfall des Stammsuffixes mit der Endung zurück: ahd. Nom. Sg. geb-a : Nom. Pl. geb-u > mhd. Nom. Sg. gebe-ø : Nom. Pl. gebe-ø. (vgl. 2.3.)

Zur Ausformung der funktionellen Numerusopposition trägt die Morphologisierung der zunächst nur phonologischen Erscheinungen bei - sie werden jetzt in die Rolle der Pluralzeichen aller drei Genera umfunktioniert. Es geht um die Morphologisierung des Umlautes der i- Stämme und des Wortausganges der ahd. ir-/ar- > mhd. -er Stämme und die Übertragung beider Merkmale auch auf die Substantive von anderen Deklinationsklassen. Im Mhd. wird die Opposition Sg. - Pl. bei vielen Substantiven gebildet (zu der Systematisierung kommt es aber erst im Nhd.). Im Nhd. gibt es nur wenige Substantive, die über keine spezifischen Pluralmerkmale verfügen, z. B. Lehrer, Schüler, Mädchen usw.


Dank den beschriebenen Lautprozessen (die Schwächung der Endsilbenvokale) und deren Konsequenzen (v. a. der lautliche Zusammenfall mehrerer Deklinationsklassen) verliert die Unterscheidung der Substantive nach der Form des nicht mehr zu erkennenden Stammsuffixes allmählich ihren Sinn. Auf die andere Seite kann man noch viele Abweichungen gegenüber der nhd. Deklination betrachten: einige Substantive behalten noch Merkmale der alten Flexion (z. B. die wa- Stämme, vgl. die Tabelle). Der Genus vieler Substantive unterscheidet sich oft von dem nhd. Zustand, oder schwankt man mindestens im Mhd. in seinem Gebrauch. In diesem Zusammenhang macht Paul darauf aufmerksam, dass die Rolle des grammatischen Genus im Vergleich mit den früheren Sprachperioden zunimmt. Die konkurrierenden Formen kommen nicht nur in der Verwendung des Genus, sondern auch in den Pluralbildungen, in dem unterschiedlichen Gebrauch des Umlautes vor. Viele der im Mhd. häufig gebrauchten Pluralformen (wenigstens in einigen Dialekten) werden nicht ins Standarddeutsch aufgenommen. Die Unterschiede weisen nicht nur die einzelnen Dialektsgebiete auf, sondern sie erscheinen auch innerhalb eines kleinen Raumes. (Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang auch die in einigen Fällen „destruktive“ Wirkung der oberdeutschen Apokope (die Abschaffung des auslautenden -e) einerseits und das Anhängen des ungrammatischen und historisch nicht relevanten auslautenden -e in anderen Fällen andererseits.) Die Tatsache, dass ein Wort in mehreren Varianten existiert, führt dazu, dass es auch zu mehreren Deklinationsklassen zugeordnet und daher auch unterschiedlich dekliniert werden kann. „Welches Muster vorherrscht, hängt ab von dem Machtverhältnis, das zwischen den Mustern selbst besteht, was von deren Häufigkeit, Mitgliedzahl und so weiter abhängt:“ (Wells 1990: 167) Eine wichtige Rolle in der Entwicklung spielt dann auch die Analogie. (Das betrifft bereits das Ahd.)

4.3.1. Starke Deklination der Maskulina und Neutra -allgemeine Charakteristik

Stark dekliniert werden im Mhd. alle alten vokalischen Stämme (a-, ja-, wa-, i-, u-) und dann auch diejenigen konsonantischen Stämme, die sich der Flexion der vokalischen Stämme (oft bereits im Ahd.) angepasst haben: die Wurzelnomina und die Verwandtschaftsnamen auf -er (=r- Stämme). Da sich die Neutra von den Maskulina nur durch die Endungslosigkeit im Nom. Akk. Pl. unterscheiden, können sie gemeinsam mit den Maskulina behandelt werden. Im Sg. weisen die Substantive der starken Deklination nur sehr wenige Unterschiede auf. Viele (auch die Wurzelnomina und die Verwandtschaftsnamen) werden wie a- Stämme dekliniert, die ja- Stämme kann man nur noch an dem im Nom. Akk. Sg. auslautenden -e erkennen, das auf das alte Stammsuffix ja- zurückgeht. Dieses auslautende -e stellt keine Flexionsendung dar, sondern es handelt sich um den Bestandteil des Wortstammes. Die wa- Stämme behalten das alte -w- in den obliquen Kasus. Die Wurzelnomina und die Verwandtschaftsnamen kommen bis auf den Dat. Pl. auch in unflektierten Formen vor. Im Plural bestehen die Unterschiede bei den Maskulina in der An-oder Abwesenheit des Umlautes. Der Umlaut geht auf die i- Stämme zurück, von denen er auch auf Substantive von anderen Deklinationsklassen übertragen wird. Die umlautlosen Formen sind für die a- Stämme charakteristisch. Bei den Neutra kommen entweder endungslose Formen vor oder sie werden mittels der Pluralendung der ir-/ar- Stämme (> mhd. -er, vgl. 4.2.1., Punkt 4) + Umlaut gebildet: Maskulina - tage, geste: Neutra - wort, künne, lember. Die Pluralendung -er + Umlaut bleibt im Mhd. v. a. meistens nur auf die Neutra beschränkt (bei Maskulina erscheint sie erst seit dem 14. Jhd., im Mhd. sind noch solche Formen üblich: mhd. geiste, gotte > nhd. Geister, Götter) und wird auch bei den neutralen a- Stämmen häufig gebraucht. Dagegen wird die Pluralendung -e der maskulinen a- Stämme bereits im Mhd. auf die im Plural endungslosen Neutra (z. B. die a- Stämme) übertragen. So entstehen auch einige Doppelformen der Pluralbildung (es betrifft später auch die Maskulina), einige bleiben bis heute erhalten, wobei bei ihnen die Bedeutungsdifferenzierung (also erst sekundär) eintritt: Worte - Wörter, Gesichte - Gesichter, Bande - Bänder, Schilde - Schilder, Tuche - Tücher usw. Bei einigen Neutra kommen im Mhd. sogar drei mögliche Pluralformen vor: 1. die ursprüngliche (im Nom. Akk. Pl. endungslose) Dekl: diu wort, diu lant; 2. die Dekl. auf -er + Umlaut: diu wörter, diu lender; 3. die Dekl. auf -e (nach dem Vorbild der a- Stämme): diu worte, diu lande.

Einige allgemeine Bemerkungen zu den einzelnen Kasusformen, die sich sowohl auf die Maskulina, als auch auf die Neutra beziehen:



Nom. Sg. trägt keine Flexionsendung, er endet entweder auf Konsonant (v. a. die Wurzelnomina, r- Stämme, nd- Stämme, a- St., i- St.) oder auf -e (ja- Stämme). Das auslautende -e wird in einigen Fällen apokopiert: sige > sic; hôuwe > heu, oft betrifft es die Nomina agentis mit der Ableitungssilbe -ære > er.

Gen. Sg. stellt das wichtigste Klassencharakteristikum dar. Nach seiner Form (-s, -es : -n, -en) werden die Substantive in starke (-s, -es) oder schwache Deklination (-n, -en) gegliedert. Ob in der Endung -s oder -es eintritt, hängt von zwei Aspekten ab:

1. von der Form des Nominativs - endet er auf -e, so erscheint nur -s im Genitiv: hirte-s. Endet er auf Konsonant, tritt -es an den Stamm: tag-es. Einen Sonderfall stellen nur die alten wa- Stämme dar, in denen -w- auch im Mhd. in die obliquen Kasus eindrängt. Der Genitiv trägt bei ihnen die Endung -es, auch wenn -w im Nominativ nicht mehr erscheint - bereits im Ahd. wird -w im Auslaut zu -o, wobei es nach langem Vokal zu seinem Schwund kommt (Mask. vorahd. *sēw > ahd. sēo > ahd. ), nach kurzem Vokal wird w mit diesem Vokal kontrahiert (Neutr. vorahd.*knew > ahd. kneo > ahd. knie).

2. von der mhd. Apokope und Synkope: bei einsilbigen Wörtern mit kurzem Wurzelvokal, die auf -l, -r enden, bei mehrsilbigen auf -el, -er, -em, -en mit langer Wurzelsilbe wird -e der Genitivendung apokopiert, auch wenn der Stamm auf Konsonant endet: einsilbige - Nom. stil, spil - Gen. stils, spils; mehrsilbige mit langer Wurzelsilbe (damit wird gemeint entweder die Anwesenheit mehrerer nebeneinander stehender Konsonanten in der Wurzel oder eines langen Vokales oder Diphtonges): Nom. Mask. engel, winter, Nom. Neutra zeichen, waµµer - Gen. engels, winters, zeichens, waµµers. Die Apokope tritt auch bei einigen mehrsilbigen Substantiven mit kurzer Wurzelsilbe ein: nagel - nagel(e)s, wagen - wagen(e)s. Zu der Apokopierung kommt es regelmäßig in den oberdeutschen Denkmälern, in den mitteldeutschen erscheinen oft die Doppelformen.

Bei einigen mehrsilbigen Substantiven kommt es zur Synkope der 2. Silbe des Stammes in den obliquen Kasus. Das in der Genitivendung vorkommende -e- bleibt dann erhalten. Nach der synkopierten Form wird als Analogie eine neue Form des Nominativs gebildet: Nom. dienest, ambet - Gen. dienstes, amptes - Dat. dienste, ampte - die davon abgeleiteten neuen Nominativformen: dienst, ampt.

Bei Substantiven, die im Stammesauslaut -s-, -µ-, -z- aufweisen, unterbleibt die Genitivendung, bzw. sie verschmilzt mit dem Stammesaulaut (-e- der Genitivendung wird synkopiert): Nom. prîs, mâµ, kriuz - Gen. prîs, mâµ, kriuz.

Dat. Sg. stimmt mit der Form des Nom. überein oder besitzt die Endung -e, die in einigen Fällen auch im Nhd. gebraucht wird, heute v. a. in festen Wendungen, z. B. zu Hause usw.

Im Mhd. wird das auslautende -e v. a. in den bairischen Quellen oft apokopiert, u. z. nach langer Silbe und nach -t-, später auch in Fremdwörtern und in festen Wendungen, z. B: ze hûf, ze fuoµ, häufig bei hûs, holz, bei Ländernamen auf -lant. Der Schwund von -e kommt in der Dichtung auch bei Wörtern mit anderen Wortausgängen vor.
4.3.1.1. Starke Deklination - Maskulina

(Bem: fettgedruckt sind die mhd. Substantive, in den Klammern und kursivgesetzt stehen dann die zugehörigen ahd. Formen.)



a- St. ja- St. wa- St. i- St. u- St. r- St Wurzeln.

Sg. Nom.

tac (tag)

hirte (hirti)

(sē(o))

gast (gast)

sun (sun(u))

vater (fater)

man (man)

Gen.

tages (tages)

hirtes (hirtes)

sêwes (sēwes)

gastes (gastes)

sunes (sunes)

vater, vater(e)s (fater, -teres)

man, mannes (man, mannes)

Dat.

tage (tage)

hirte (hirt(i)e)

sêwe (sēwe)

gaste (gaste)

sune (suniu, sune)

vater(e) (fater, -tere)

man, manne (man, manne)

Akk.

tac (tag)

hirte (hirti)

(sē(o))

gast (gast)

sun (sun(u))

vater (fater)

man (man)

Pl. Nom.

tage (taga, -ā)

hirte (hirta, -ā)

sêwe (sēwa, -ā)

geste (gesti)

sune (suni)

vater(e), veter(e) (fatera, -ā (fater))

man, manne (man)

Gen.

tage (tago)

hirte (hirt(i)o)

sêwe (sēwo)

geste (gest(i)o)

sune (suneo, suno)

vater(e), veter(e) (fatero)

manne, man (manno)

Dat.

tagen (tagum)

hirten (hirtum, -un, -im, -in)

sêwen (sēwum, -un)

gesten (gestim, -in)

sunen (sunum, -un, -im, -in)

vater(e)n, veter(e)n (faterum, -un)

mannen, man (mannum, -un)

Akk.

tage (taga, -ā)

hirte (hirta, -ā)

sêwe (sēwa(ā))

geste (gesti)

sune (suni)

vater(e), veter(e) (fatera, -ā (fater)

man, manne (man)

Bemerkungen zu einigen Formen:

Wie es aus der Tabelle ersichtlich ist, ist der Ausgleich zwischen den alten Deklinationsklassen und den Stämmen wesentlich fortgeschritten. Der Vereinheitlichung der Formen trägt auch die Analogie bei. Die meisten Substantive werden (in einigen Fällen mit einigen Eigentümlichkeiten) als tag oder hirte dekliniert, wobei die Unterschiede nur noch im Nom. Akk. Sg. bleiben. (Die unterschiedliche Schreibung einiger auslautender mhd. Konsonanten gegenüber der ahd. Weise (mhd. tac - ahd. tag) hängt mit der sog. Auslautsverhärtung zusammen.


a- Deklination:

Mit der Deklination der a- Stämme fallen völlig die nicht umlautfähigen Substantive der i- Klasse zusammen, z. B. Nom. Sg. schrit, brief, geziug - Nom. Pl. schrite, brieve, geziuge. Im Plural übernehmen einige a- Stämme den Umlaut von den umlautfähigen i- Stämmen. Oft kommen aber auch die umlautlosen Nebenformen der a- Stämme vor: Nom. Pl. gedanke - gedenke, nagele - nägele, snabele - snäbele, wagene - wägene. Viele im Nhd. umgelautete Substantive erscheinen im Mhd. meistens nur umlautlos: hove (diese Form bis heute in einigen Ortsnamen, z. B. Bischofshofen), koche, vrosche, boume, troume, vogele.

Einige mehrsilbige Wörter, die im Ahd. im Nom. Sg. -i in der Endsilbe aufweisen (es können auch die a- Stämme sein), kennzeichnen sich dann durch den lautgesetzlichen Umlaut der Wurzelsilbe, der in allen Kasus des Singulars eintritt (also nicht nur im Pl.). Die Opposition Sg. - Pl. kann nur mittels des Artikels angedeutet werden. Beispiele der a- Stämme: Nom. Sg. und zugleich auch Nom. Pl. mhd. esel, engel, zügel < ahd. Nom. Sg. asil, angil, zugil - Nom. Pl. ahd. asila, angila, zugila; Beispiele der ja- Stämme: Nom. Sg. Pl. mhd. jeger(e), künne, antlütze < Nom. Sg. ahd. jagāri, kunni, antlutzi - Nom. Pl. ahd. jagâre, -a, -â, kunne, -a, -â, antlutze, -a, -â.

Beispeile der Substantive der a- Deklination:

-âbent, boum, himel, mantel, stein, vogel, Wörter auf -ing: künec < ahd. kuning.

-gedanc, stap, sarc, nagel, snabel, wagen, hof, vrosch, wolf - von diesen Substantiven kommen sowohl umgelautete, als auch nichtumgelautete Formen des Plurals vor.

Beispiele der Subst. der ja- Deklination:

Sie kennzeichnen sich durch das auslautende -e (< ahd. -i < vorahd. -ja) im Nom. Akk. Sg. und durch den Umlaut der umlautfähigen Wurzelvokale im Sg. u. Pl.

- hirte, kæse, rücke „Rücken“, weize „Weizen“ - werden auch schwach flektiert; Nomina agentis auf –ære, -ere, -er < ahd. -āri, -ari (nhd. -er): mhd. lêrære, schrîbære, wahtære, schuolære; Völkernamen auf -ære, -ere, -er: ahd. Baiwāri > mhd. Baiere > Beier.

kurzsilbige Maskulina der u- Deklination:

Sie haben sich der Flexion der ja- Stämme völlig angepasst: site „Art und Weise“, unsite „Unart“, vride; das Substantiv sune, sun „Sohn“ kommt mit Umlaut im Pl. vor: süne - Analogie zu den i- St: geste).



langsilbige Maskulina der u- Dekl.:

Die umlautfähigen werden als i- St. flektiert, die nichtumlautfähigen als a- Stäme: schilt, wider, wirt.



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