Gender and the Politics of Genocide



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Dr. Lydia Potts/ Jan Kühnemund M.A. WiSe 2007/08



Gender and the Politics of Genocide
Umfang: 4 SWS 4/6 KP

In dieser Veranstaltung sollen zunächst in sehr knapper Form grundlegende Kenntnisse zur NS-Herrschaft und deren Vernichtungspolitik vermittelt werden. Dabei wird vorausgesetzt, dass die Vorträge und Führungen selbständig durch intensive Lektüre vor- und nachbereitet werden.

Vorhandenes und neu erworbenes Wissen sollen während des Studientages und der Studienfahrt aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert werden, wobei nicht zuletzt Fragen nachgegangen wird wie:

Was bedeutet die Auseinandersetzung mit diesem Thema für das politische Geschehen im 21. Jahrhundert?

Welche Bedeutung hat die Kategorie Gender für Ausschließungs- , Verfolgungs- und Vernichtungsprozesse?

Was bedeutet es, Diskurse zum nationalsozialistischen Genozid in interkulturellen Kontexten zu führen?


An der Veranstaltung nehmen voraussichtlich 12 Studierende aus Oldenburger Partneruniversitäten teil: Université Sidi Mohammed Ben Abdallah, Fes/Marokko; Lebanese American University, Beirut/Libanon; University of the Witwatersrand, Johannesburg/Südafrika; Akdeniz University, Antalya/Türkei.
Im IBIT steht ein Handapparat mit ausgewählter Literatur zur Verfügung.

Hinweise zur Vorbereitung s.u.


Mit Ausnahme der Vor- und Nachbereitungstreffen sowie der Übung findet die Veranstaltung in englischer Sprache statt.

Termine


Vorbereitungstreffen:

Mi, 24.10.2007; 18-21 Uhr

Studientag:

Do, 1.11.2007, 9-17 Uhr

Studienfahrt Berlin/ Ravensbrück:

So, 4.11.2007- Do, 8.11.2007

Nachbereitungstreffen:

n.V.

begleitende Übung (bei Nicht-Teilnahme an der Studienfahrt):

n.V.



Organisation

Kosten für die Studienfahrt: ca. € 200 für Bahnfahrten, Unterkunft (Doppel- bzw. Dreibettzimmer) und teilweise Verpflegung, Programmkosten. Wir bemühen uns darum, diesen Preis durch Zuschüsse zu senken.

Für den erfolgreichen Abschluss der Lehrveranstaltung ist eine Teilnahme an der Studienfahrt nicht obligatorisch. Die Veranstaltung besteht dann aus den Vor- und Nachbereitungstreffen, dem Studientag und einer begleitenden Übung (Termine n.V.) mit einem Gesamtumfang von 2 SWS.

Für Oldenburger Studierende stehen zehn Plätze für die Studienfahrt zur Verfügung.

Verbindliche Anmeldungen für die Studienfahrt werden ab sofort ausschließlich über StudIP entgegen genommen. Anmeldeschluss: 30.9.2007.

Wenn Sie die Veranstaltung belegen wollen, ohne an der Studienfahrt teilzunehmen, melden Sie sich ebenfalls über StudIP an.


Voraussichtliches Programm


Studientag

Thu, Nov 1

Seminar at Oldenburg University

9-11 a.m. Introduction: The History of National Socialism

11 a.m.-1p.m. Concentration Camps 1933-1945

3-5 p.m. Genocide and Gender



Studienfahrt

Sun, Nov 4

Travel to Berlin

Individual city tour



Mon, Nov 5

House of the Wannsee Conference: “The Final Solution”

Tue, Nov 6

10:30a.m. Tour of Jewish Museum

2:30 p.m. Memorial to the Murdered Jews of Europe



Wed, Nov 7

Ravensbrück Memorial Museum
(former women’s concentration camp)

Thu, Nov 8

Cont. Ravensbrück Memorial Museum

Return to Oldenburg/ departure


Dr. Lydia Potts/ Jan Kühnemund M.A. WiSe 2007/08



Materialien zur Vorbereitung für TeilnehmerInnen am

Seminar “Gender and the Politics of Genocide”

Die hier aufgeführten Werke und Artikel sind weitestgehend in einem Handapparat im IBIT der Universität Oldenburg verfügbar. Ich bitte Sie, sich in Vorbereitung der Studienwoche im November selbstständig mit der Literatur zu beschäftigen. Einige der hier aufgeführten Texte werden Grundlage des Studientages am 1. November 2007 sein.


Da die Studienwoche weitestgehend in englischer Sprache abgehalten wird, finden Sie für einige der in Deutsch vorliegenden Werke auch die englischen Quellen. Im Sinne einer Verständigung mit Studierenden von ausländischen Partneruniversitäten sollten Sie auch die Lektüre der englischen Versionen in Betracht ziehen. Hierdurch haben Sie die Möglichkeit, sich die englische Terminologie für die Diskussionen während der Studienwoche zu erschließen.
Hier nicht aufgeführt sind Texte zur Entstehung des Mahnmals für die ermordeten Juden Europas. Ich bitte Sie, sich selbstständig auf der Grundlage zahlreicher Quellen zum Thema mit der Geschichte des Mahnmals vertraut zu machen.


Literatur
Einführend lesen Sie bitte entweder eines der hier genannten Bücher oder alle Artikel/ Kapitel.
Bücher
Doris L. Bergen. War and Genocide. A Concise History of the Holocaust. Lanham 2002.
Martin Gilbert. Never Again. The History of the Holocaust. London 2001.

Artikel/ Kapitel
Gisela Bock (Hg.) Genozid und Geschlecht. Jüdische Frauen im nationalsozialistischen Lagersystem. Frankfurt/M.: Campus 2005.

hier besonders:

Linde Apel: „Judenverfolgung und KZ-System: Jüdische Frauen in Ravensbrück“ ( S. 44-65); Constanze Jaiser: „Repräsentation von Sexualität und Gewalt in Zeugnissen jüdischer und nichtjüdischer Überlebender“ (S. 123-48) ; Hans Ellger: „Die Frauen-Außenlager des KZ Neuengamme: Lebensbedingungen und Überlebensstrategien“ (S. 169-84); Ronit Lentin: „Erinnertes Chaos: Zeugnisse weiblicher Überlebender aus Transnistrien“ (S. 185-201).
Christopher Browning. „Von der ‚ethnischen Säuberung’ zum Völkermord und zur ‚Endlösung’. Die Entwicklung der nationalsozialistischen Judenpolitik 1939-1941.“ In: ders. Judenmord. NS-Politik, Zwangsarbeit und das Verhalten der Täter. Frankfurt/M. 2001: 11-46.

auch:

Christopher Browning. “From ‘Ethnic Cleansing’ to Genocide to the ‘Final Solution’: The Evolution of Nazi Jewish Policy , 1939-41.” In: Nazi Policy, Jewish Workers, German Killers. Cambridge 2000: 1-25.


Cynthia Cockburn. “The Gendered Dynamics of Armed Conflict and Political Violence.” Victims, Perpetrators or Actors. Ed. by Caroline O.N. Moser and Fiona C. Clark. London 2001: 13-29.
Judith El-Bushra. “Transforming Conflict: Some Thoughts on a Gendered Understanding of Conflict Processes.” States of Conflict: Gender, Violence and Resistance. Ed. by Susie Jacobs, Ruth Jacobson and Jen Marchbank. London 2000: 66-86.
Adam Jones. Genocide: A Comprehensive Introduction. Routledge/Taylor & Francis Publishers, Forthcoming 2006

http://www.genocidetext.net/

Intro (pdf, 9p.)

The Origins of genocide (pdf, 36p.)

The Jewish Holocaust (pdf, 22p.),

chapter 13. Gendering Genocide (nicht online, s. Kopien im Handordner)
Liz Kelly. “Wars Against Women: Sexual Violence, Sexual Politics and the Militarised State.” States of Conflict: Gender, Violence and Resistance. Ed. by Susie Jacobs, Ruth Jacobson and Jen Marchbank. London 2000: 45-65.
Ronit Lentin. “(En)gendering genocide.” In: Gender and Catastrophe. London 1997: XXX


Zur Vertiefung des Themas „Genozid und Geschlecht“ empfohlene Literatur
Helga Amesberger, Katrin Auer und Brigitte Halbmayr. Sexualisierte Gewalt. Weibliche Erfahrungen in NS-Konzentrationslagern. Wien 2004.

hier besonders: „Sexualisierte Gewalt im Kontext“ (S. 18-32); „Die Bedeutung des Faktors Geschlecht für die Situation von Frauen während der nationalsozialistischen Verfolgung“ (S. 52-92); „Margit und Eva – zwei Fallgeschichten“ (S. 159-244); „Theoretische Schlussfolgerungen“ (S. 326-34).
Helga Amesberger und Brigitte Halbmayr. Vom Leben und Überleben – Wege nach Ravensbrück. Das Frauenkonzentrationslager in der Erinnerung. Wien 2001. Bd. 1 und 2.
Barbara Distel (Hg.) Frauen im Holocaust. Gerlingen 2001.
Human Rights Watch. Shattered lives: Sexual violence during the Rwandan genocide and its aftermath. New York 1996.
Regina Mühlhäuser. “Contingent regulations: Nazi sexual politics of race in the occupied territories of the Soviet Union, 1941-1945”. In: Race and State. Ed. by Alana Lentin and Ronit Lentin, Newcastle: Cambridge Scholars Press, 2006: 121-35.
Eliz Sanasarian. “Gender distinction in the genocidal process: A preliminary study of the Armenian case. In: Holocaust and Genocide Studies 4.4. (1989): 449-61

online verfügbar im IBIT-Netzwerk unter http://hgs.oxfordjournals.org/cgi/reprint/4/4/449
Christa Schikorra. Kontinuitäten der Ausgrenzung: “Asoziale“ Häftlinge im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück. Berlin 2001.
Claudia Schoppmann. Nationalsozialistische Sexualpolitik und weibliche Homosexualität. Herbolzheim 1997.
Gaby Zipfel. “’Blood, sperm and tears.’ Sexuelle Gewalt in Kriegen.“ In: Mittelweg 36 10.5 (2001): 3-20.

online verfügbar unter Eurozine, 2001-11-29,

http://www.eurozine.com/articles/2001-11-27-zipfel-de.html

Erinnerungen
Ruth Klüger. Weiter leben. München 1996.

auch

Ruth Kluger. Still Alive: A Holocaust Girlhood Remembered. New York 2001.


Primo Levi. Ist das ein Mensch? München 1979 u.a.

auch:

Primo Levi. If this is a man. 1969 et al. aka Survival in Auschwitz. 1961 et al.



Erinnerungen von ehem. Häftlingen des KZ Ravensbrück
Dunya Breur. Ich lebe, weil du dich erinnerst. Frauen und Kinder in Ravensbrück. Berlin 1997.
Franziska Bruder/ Heike Kleffner (Hg.) … die Erinnerung darf nicht sterben... Barbara Reimann – Eine Biografie aus Deutschland. Münster 2000.
Charlotte Delbo. Trilogie: Auschwitz und danach. Frankfurt/M. 1993.
Menachem Kallus. Als Junge im KZ Ravensbrück. Berlin 2005.
Germaine Tillion. Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Lüneburg 1998.
Loretta Walz. Und dann kommst du dahin an einem schönen Sommertag. Die Frauen von Ravensbrück. München 2005.


Weitere Empfehlungen zur Vertiefung, insbesondere im Hinblick auf Ihre schriftlichen Arbeiten

Genozid und Geschichte
Georgio Agamben. Homo Sacer. Die souveräne Macht und das nackte Leben. Frankfurt/M. 2002.

(hier besonders Teil III)
Zygmunt Bauman. Modernity and the Holocaust. Cambridge 1991.
Michael Mann. Die dunkle Seite der Demokratie: Eine Theorie der ethnischen Säuberung. Hamburg 2007.
Michael Mann. The dark side of democracy: Explaining ethnic cleansing. Cambridge 2005.
Götz Aly und Susanne Heim. Vordenker der Vernichtung. Auschwitz und die deutschen Pläne für eine neue europäische Ordnung. Frankfurt/M. 2001.
Frank Chalk and Kurt Jonassohn (eds.) The History and Sociology of Genocide: Analyses and Case Studies. New Haven 1990.
Peter Gleichmann und Thomas Kühne (Hg.) Massenhaftes Töten: Kriege und Genozide im 20. Jahrhundert. Essen 2004.
Gunnar Heinsohn. Why was the Holocaust different from all other genocides? Bremen 1998.
Volkhard Knigge und Norbert Frei (Hg.) Verbrechen erinnern: die Auseinandersetzung mit Holocaust und Völkermord. München 2002.

hier besonders Kap. 1: Verbrechen erinnern
Mahmood Mamdani. When victims become killers. Colonialism, nativism, and the genocide in Rwanda. Princeton 2002.
Alan S. Rosenbaum (Ed.). Is the Holocaust unique? Perspectives on comparative genocide. Boulder, Colo. [u.a.]: 1998.
Irmtrud Wojak (Hg.) Völkermord und Kriegsverbrechen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Frankfurt/M. 2004.
Jürgen Zimmerer und Joachim Zeller (Hg.) Völkermord in Deutsch- und Südwestafrika: der Kolonialkrieg (1904-1908) in Namibia und seine Folgen. Berlin 2003
Michael Zimmermann. Rassenutopie und Genozid. Die nationalsozialistische „Lösung der Zigeunerfrage“. Hamburg 1996.

Nationalsozialistischer Genozid
Götz Aly und Susanne Heim. Vordenker der Vernichtung. Auschwitz und die deutschen Pläne für eine neue europäische Ordnung. Frankfurt/M. 2001.
Saul Friedländer. Das Dritte Reich und die Juden. Verfolgung und Vernichtung 1933-1945. München 1998.
Ruth Gay. Geschichte der Juden in Deutschland. Von der Römerzeit bis zum Zweiten Weltkrieg. München 1993.
Nahum Tim Gidal. Die Juden in Deutschland von der Römerzeit bis zur Weimarer Republik. Gütersloh 1988.
Gunnar Heinsohn. Why was the Holocaust different from all other genocides? Bremen 1998.
Steve Hochstadt. Sources of the Holocaust (Documents in History). Basingstoke 2004.
Marion Kaplan. Between dignity and despair. Jewish life in Nazi Germany. New York 1998.
Volkhard Knigge und Norbert Frei (Hg.) Verbrechen erinnern: die Auseinandersetzung mit Holocaust und Völkermord. München 2002.

hier besonders Kap. 1: Verbrechen erinnern
Karin Orth. Das System der nationalsozialistischen Konzentrationslager: Eine politische Organisationsgeschichte. Hamburg 1999.
Mark Roseman. The Villa, the Lake, the Meeting: Wannsee and the Final Solution. London 2003.
Alan S. Rosenbaum (Ed.). Is the Holocaust unique? Perspectives on comparative genocide. Boulder, Colo. [u.a.]: 1998.
Gudrun Schwarz. Die nationalsozialistischen Lager. Frankfurt/M. 1990.
Wolfgang Sofsky. Die Ordnung des Terrors: Das Konzentrationslager. Frankfurt/M. 1993.
Bernhard Strebel. Das KZ Ravensbrück: Geschichte eines Lagerkomplexes. Paderborn 2003
Leni Yahil. Die Shoah. Überlebenskampf und Vernichtung der europäischen Juden. München 1998.
Michael Zimmermann. Rassenutopie und Genozid. Die nationalsozialistische „Lösung der Zigeunerfrage“. Hamburg 1996.

Konzentrationslager

omo

Wolfgang Benz und Barbara Distel (Hg.) Der Ort des Terrors: Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. München 2005. (Bd. 1 und 4)


Claus Füllberg-Stolberg u.a. (Hg.) Frauen in Konzentrationslagern: Bergen-Belsen, Ravensbrück. Bremen 1994.
Karin Orth. Das System der nationalsozialistischen Konzentrationslager: Eine politische Organisationsgeschichte. Hamburg 1999.
Gudrun Schwarz. Die nationalsozialistischen Lager. Frankfurt/M. 1990.
Wolfgang Sofsky. Die Ordnung des Terrors: Das Konzentrationslager. Frankfurt/M. 1993.
Bernhard Strebel. Das KZ Ravensbrück: Geschichte eines Lagerkomplexes. Paderborn 2003

Gender, Genozid, Gewalt, Geschichte
Insa Eschebach, Silke Wenk (Hg.) Gedächtnis und Geschlecht. Deutungsmuster in Darstellungen des nationalsozialistischen Genozids. Frankfurt/M. 2002.
Claus Füllberg-Stolberg u.a. (Hg.) Frauen in Konzentrationslagern: Bergen-Belsen, Ravensbrück. Bremen 1994.
Susie Jacobs, Ruth Jacobson and Jen Marchbank (Eds.) States of Conflict: Gender, Violence and Resistance. London 2000.
Kirsten Heinsohn, Stefanie Schüler Springorum. Deutsch-jüdische Geschichte als Geschlechtergeschichte. Studien zum 19. und 20. Jahrhundert. Göttingen 2006.
Burkhard Jellonek (Hg.) Nationalsozialistischer Terror gegen Homosexuelle: Verdrängt und ungesühnt. Paderborn 2002.
Marion Kaplan. Between dignity and despair. Jewish life in Nazi Germany. New York 1998.
Lucia Moldenhauer, Annika Freundt, Karin Baumann. Frauen in Konzentrationslagern. Oldenburg 2006.
Caroline O.N. Moser and Fiona C. Clark (Eds.) Victims, Perpetrators or Actors. London 2001.
Joachim Müller und Andreas Sternweiler. Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen. Berlin 2000.





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