Nrz duisburg-Nord Samstag 18. 03. 2006



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INFO Kein EU-Regulierer Die Bundesregierung hat sich gegen Pläne der EU ausgesprochen, eine gemeinsame Regulierungsstelle für Energiefragen zu schaffen. „Deutschland will keinen solchen Regulierer", heißt es aus Regierungs­­kreisen. Es solle bei nationalen Kompetenzen bleiben.
KOMMENTAR

Fadenscheinige Öko-Prognosen

Nichts gegen den Ausbau der lerneuerbaren Energien in Deutschland, doch die Jubelprognosen des Bundes-umweltministers Sigmar Gabriel sind fadenscheinige Propaganda. Dass in dieser hochsubventionierten Branche Arbeitsplätze entstehen, ist für sich genommen noch kein Argument. Denn diese Zwangs-Subventionen führen zu einer Verteuerung der Energie, die an anderer Stelle ähnlich viele Jobs vernichtet. Die erneuerbaren Energien leisten mit rund 170 000 Arbeitskräften elf Prozent der Stromversorgung, die Kernkraft liefert mit rund 30 000 Mitarbeitern 29 Prozent des Stroms. Wenn Gabriel dieses Produktivitäts-Gefälle als Jobmaschine feiert, dann könnte er auch den Bau von Pferdekutschen subventionieren - das gäbe noch viel mehr Jobs. Doch das auf Dauer Bedenklichste ist, dass Gabriel und die SPD stur am Ausstieg aus der Atomenergie festhalten - und das in einer Zeit einer weltweit dramatisch steigenden Energie-Nachfrage.



STEFAN REKER
BiB-nr.de Donnerstag 23.03.2006

Energiegipfel Thema der BiB – Samstagsrunde

Der Energiegipfel am 3. April 2006 in Berlin beschäftigt die BiB – Samstagsrunde am 25. März um 14.00 Uhr auf der Mehrstr. 66 in Voerde. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie veranstaltet gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit diese Veranstaltung unter dem Titel: „Energieversorgung für Deutschland“.

Das Thema „Steinkohle“ scheint noch nicht in vollem Umfange auf der Tagesordnung zu stehen, weil durch den Börsengang der RAG noch viele Unklarheiten bestehen.

„Wir sind gespannt, was die große Koalition bei dieser wichtigen Frage an Lösungen anbieten wird, wenn einmal die harten Fakten alle auf dem Tisch liegen“, stellt der BiB – Vorsitzende, Klaus Friedrichs fest. „Da die Bürger keine hochdotierten Beraterverträge vergeben können, ist es nicht leicht, ihre Informationen den wichigsten Entscheidungsträgern nahe zu bringen“, so Friedrichs weiter.

Das Landesverband der Bergbaubetroffenen NRW ist deshalb froh, dass auf Vermittlung der parlamentarischen Geschäftsführerin Ilse Falk in der nächsten Woche ein Gespräch mit dem energiepolitischen Sprecher der CDU – Bundestagsfraktion Laurenz Meyer in Berlin stattfinden kann. Dies soll der Anfang einer neuen Runde der „Berliner Gespräche“ der Bergbaubetroffenen werden.

Das schriftlich abgesetzte Urteil des Oberverwaltungsgerichtes für das Land Nordrhein – Westfalen in dem Rechtsstreit der 12 Bürgerinnen und Bürger gegen den Rahmenbetriebsplan des Bergwerks Walsum liegt noch nicht vor. „Wir rechnen täglich mit seinem Eingang, denn wir wollen die Revisionsbegründung auf den Weg nach Leipzig bringen“, erklärt der Voerder Rechtsanwalt.

Die BiB hat die Hoffnung, dass sich noch in diesem Jahr das oberste Verwaltungsgericht der Bundesrepublik Deutschland mit dem Bergwerk Walsum beschäftigt und die Schließung erfolgt, bevor in den letzten 18 Monaten vor dem endgültigen Aus noch unverantwortliche Schäden in Voerde und Duisburg-Altwalsum verursacht werden.
Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) Pressemitteilung 23.03.2006

HANNOVER MESSE 2006, 24. April bis 28. April

Versorgungssicherheit ist eine internationale Aufgabe

Statement Dr. Werner Brinker, VDEW:

Hannover, 23.03.2006 - Wir brauchen in Deutschland eine Kursänderung in der Energiepolitik. Die Liberalisierung der Energiemärkte in der Europäischen Union macht dies dringend notwendig. Nationale Einzellösungen müssen der Vergangenheit angehören. Sonst wird die deutsche Energiebranche im internationalen Standortwettbewerb nicht bestehen können. Denn Deutschland ist keine Insel. Es müssen zumindest europaweit harmonisierte Rahmenbedingungen geschaffen werden. So könnten Wettbewerbsverzerrungen vermieden werden. Die Energiepolitik in Deutschland muss aus diesen Gründen das Gleichgewicht zwischen Umweltschutz, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit wieder herstellen. Die Versorgungssicherheit ist mehr denn je eines der wichtigsten, volkswirtschaftlichen Themen, meine Damen und Herren.

Eine unsichere Energieversorgung schadet nicht nur einzelnen, sondern einer ganzen Nation. Energieausfälle können hohe volkswirtschaftliche Schäden verursachen, auch in Industrienationen. Lassen Sie mich einige Beispiele nennen:

In den USA kam es im Jahr 2003 zu einem staatenübergreifenden Stromausfall. Davon waren 60 Millionen Menschen betroffen, die mehr als 24 Stunden ohne Stromversorgung waren. Geschätzter Schaden: 6 Milliarden US-Dollar.

Bei einem Stromausfall in Schweden im selben Jahr waren über 850.000 Kunden fünf Stunden lang ohne Strom. Schaden: rund 60 Millionen Euro.

Oder das Jahrhundertereignis in Deutschland im letzten Jahr - der Eissturm am 25. November im Münsterland - ließ Strommasten einknicken und sorgte dadurch kurzzeitig für Versorgungsprobleme. Auch dort entstand beträchtlicher Schaden. Ich kann Ihnen allerdings versichern: Das ist hierzulande eine absolute Ausnahme!

Denn Deutschland nimmt bei der Versorgungssicherheit im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz ein, meine Damen und Herren. Kein anderes Land hat im Jahresdurchschnitt eine so stabile Stromversorgung vorzuweisen wie die Bundesrepublik. Das belegt die aktuelle Störungsstatistik vom VDN wie Sie auf unserer ersten Folie zu den Stromausfallzeiten sehen können.

Mit durchschnittlich knapp 23 Minuten Stromausfall im Jahr liegt Deutschland deutlich vor vergleichbaren europäischen Industrienationen wie Frankreich mit fast einer Stunde, Großbritannien mit 68 Minuten und Italien mit 180 Minuten Ausfallzeit. Damit steht das deutsche Stromnetz den Kunden mit einer Zuverlässigkeit von 99,996 Prozent zur Verfügung. Sie werden nun zu Recht fragen, warum hat Deutschland diesen Vorsprung vor anderen Ländern?

Unsere Versorgungssicherheit wird einerseits durch einen ausgewogenen Energiemix und andererseits durch ein zuverlässiges Netz von Stromleitungen gewährleistet. Über ein engmaschiges Leitungsnetz von insgesamt 1,65 Millionen Kilometern Länge wird Strom vom Kraftwerk zum Kunden transportiert. Die Stromnetzbetreiber geben jährlich rund zwei Milliarden Euro aus, um das Netz zu erhalten und auszubauen. Und das trotz ständig steigenden Kostendrucks.

In den neunziger Jahren lag der Schwerpunkt der Investitionen in Ostdeutschland. Insgesamt wurden durchschnittlich sechs Milliarden Euro jährlich investiert. Ab 2001 sanken dann die Ausgaben auf 3,8 Milliarden Euro jährlich - die unklaren politischen Rahmenbedingungen sowie der enorme Verfall der Strompreise zu Beginn der Liberalisierung des Strommarktes hatten das Investitionsklima verschlechtert. Mit dem neuen Energiewirtschaftsgesetz, das im Juli 2005 in Kraft trat, ist ein klarer, rechtlicher Rahmen geschaffen worden. Dieser macht den Weg frei für milliardenschwere Investitionen der Branche.

Wie Sie in der zweiten Grafik sehen lagen die Investitionen der Stromwirtschaft im Jahr 2005 erstmals seit 1999 wieder über der Vier-Milliarden-Euro-Grenze. Die Planungen der Unternehmen für 2006 lassen sogar noch eine Steigerung erwarten. Das ist aber nur der Beginn einer Investitionswelle, die in die nächsten Jahre hinein wirken wird.

Denn zum Beispiel erfordert der Ausbau der Windenergie zusätzliche Netzinvestitionen. Bis zum Jahr 2020 investieren die Stromunternehmen unter anderem deshalb rund 40 Milliarden Euro allein in den Ausbau und den Erhalt der Netze. Weitere 40 Milliarden Euro werden in neue Kraftwerke investiert, um ältere Kraftwerke zu ersetzen und auch in Zukunft Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Damit erhöhen sich die in den letzten Jahren ohnehin gestiegenen Investitionen nochmals.

Diese Investitionen werden auch in Zukunft dazu beitragen, einen vielfältigen Energiemix zu erhalten, der Versorgungs- und Preisrisiken mildert. Wie Sie sicherlich wissen gibt es bislang nicht die Idealenergie, die allein die Zukunftsfähigkeit der Energieversorgung sichern kann. Es kommt also auf die Mischung an: den Einsatz ganz unterschiedlicher Primärenergien und Erzeugungstechniken.

Wenn Sie dritte und letzte Folie betrachten, sehen Sie: der wichtigste Energieträger bei der Stromerzeugung ist nach wie vor die Kohle. Braunkohle hatte im Jahr 2005 einen Anteil von 26 Prozent und Steinkohle von 21 Prozent. Kernenergie kam auf 29 Prozent, Erdgas 10 Prozent, Erneuerbare Energien 11 Prozent. Heizöl, Pumpspeicher und sonstige Erzeugungsarten lagen zusammen bei 3 Prozent.

Dieser vielfältige Energiemix mildert bereits heute Risiken bei der Versorgung und bei den Preisen. Allerdings ist Deutschland keine Insel. Wir sind fest eingebunden in die Entwicklungen am globalen Energiemarkt. Dieser Markt wird zunehmend von starkem Verbrauchszuwachs und deutlichen Preisanstiegen geprägt sein. Die Internationale Energieagentur schätzt, dass sich bis zum Jahr 2030 der Weltenergiebedarf verdoppeln wird. Dafür müssen wir uns rüsten. Strompreise sind Marktpreise - sie unterliegen den Regeln von Angebot und Nachfrage. Auch hier in Deutschland.

Meine Damen und Herren, Sie können davon ausgehen, dass sich die Stromwirtschaft weiter dafür einsetzt, ihren Kunden auf Basis der Marktsituation adäquate Preise zu bieten. Um dies sicherstellen zu können, kommt es aber darauf an, dass der Staat die Sonderlasten nicht weiter erhöht, sondern vielmehr abbaut. Wenn ein Bürger, der in Deutschland lebt, auf seine Stromrechnung schaut, dann sollte er wissen, dass 40 Prozent davon staatlich bedingte Steuern und Abgaben sind. In Großbritannien sind es gerade mal 9 Prozent! Im internationalen Wettbewerb kann sich Deutschland nur sehr begrenzt solche hausgemachten Standortnachteile leisten.

Wir als Verband der Elektrizitätswirtschaft mit unseren 750 Mitgliedsunternehmen halten einen Kurswechsel hin zu einer nachhaltigen Energiepolitik für nötig. Nur so ist die hohe Versorgungssicherheit in Deutschland zu gewährleisten. Wir brauchen ein zukunftsgerichtetes, energiepolitisches Gesamtkonzept. Die Energiepolitik muss wieder ein Gleichgewicht herstellen zwischen den Zielen der Versorgungssicherheit, der Wirtschaftlichkeit und dem Umweltschutz. Diese Ziele müssen gleichrangig verfolgt werden. Es ist aus unserer Sicht höchste Zeit, die vielen nicht aufeinander abgestimmten Energie- und Umweltgesetze endlich zu einem Gesamtkonzept zusammenzuführen. Dabei muss allerdings klar sein, dass die Energiepolitik nicht an den Landesgrenzen endet. Deutschland liegt im Zentrum des europäischen Strombinnenmarktes und ist fest eingebunden in den globalen Energiemarkt. Eine zukunftsgerichtete Energiepolitik muss daher Lösungen im europäischen Maßstab finden und sich an internationalen Entwicklungen orientieren.

In diese Richtung geht auch der Statusbericht von Bundeswirtschaftsministerium und Bundesumweltministerium, der letzte Woche veröffentlicht wurde und als Vorbereitung für den Energiegipfel am 3. April dient. Ein wesentlicher Punkt darin ist die verstärkte Forschung und Entwicklung für eine nachhaltige Energieversorgung. Dies unterstützen wir. Denn der künftige Energiemix, die Erzeugungstechniken und die für die Energieversorgung notwendige Infrastruktur müssen künftig ständig an die veränderten Wettbewerbsbedingungen, an den Umwelt- und Klimaschutz sowie an die Endlichkeit der Ressourcen angepasst werden.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!
Bundesverband Braunkohle (DEBRIV) Pressemitteilung 23.03.2006

Braunkohle führt inländische Energiegewinnung an

Köln) – Mit Abstand wichtigster heimischer Energieträger ist die Braunkohle. Mit einer Jahresförderung von 177,9 Mio. t (54,8 Mio. t SKE) erreichte die Braunkohle im vergangenen Jahr einen Anteil von über 42 Prozent an der gesamten inländischen Energiegewinnung. Insgesamt erreichte die Gewinnung und Nutzung heimischer Energieträger im vergangenen Jahr nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) eine Höhe von 129,7 Mio. t Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) und lag damit praktisch auf dem Niveau des Vorjahres. Heimische Ressourcen hatten damit einen Anteil von gut 26 Prozent am gesamten Energieverbrauch in Höhe von 485,8 Mio. t SKE. Die Abhängigkeit von Energieimporten hat sich im vergangenen Jahr nicht weiter erhöht.

Der Steinkohlenbergbau kam mit einer Förderung von etwa 26 Mio. t SKE auf einen Anteil von knapp 20 Prozent. Die Erdgasförderung erreichte eine Höhe von 20,4 Mio. t SKE, das entspricht einem Anteil an der inländischen Energiegewinnung von 15,7 Prozent. Mineralöl trug mit knapp 4 Prozent, Wasserkraft mit fast 2 Prozent und die Windenergie mit rund 2,6 Prozent zum Aufkommen der heimischen Energieressourcen bei.

Trotz der stabilen heimischen Energiegewinnung ist Deutschland in erheblichem Maße auf die Einfuhr von Energieträgern angewiesen. Die höchste Importquote besteht mit 97 Prozent beim Mineralöl – dem wichtigsten Energieträger. Der Erdgasverbrauch wird zu gut vier Fünftel durch Lieferungen aus dem Ausland gedeckt. Bei Steinkohle beträgt der Importanteil etwa 60 Prozent. Demgegenüber wird der Braunkohlenbedarf komplett aus der wettbewerbsfähigen inländischen Gewinnung gedeckt. Wasser- und Windkraft konnten ihren Beitrag zur Energiebilanz im vergangenen Jahr leicht ausbauen. Die Kernenergie kann – nach internationaler Konvention – angesichts der in Deutschland vorgehaltenen Brennstoffvorräte mit mehrjähriger Reichweite den heimischen Energieträgern zugeordnet werden. Bei entsprechender Berücksichtigung der Kernenergie vermindert sich die Importabhängigkeit Deutschlands deutlich von etwa 74 Prozent auf rund 61 Prozent.




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