Programmwoche 48 vom 21. 11. 09 bis 27. 11. 09


:00 Versailles - In den Gärten der Macht



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13:00 Versailles - In den Gärten der Macht 57 Min.

[13:00] Dokumentation, Frankreich 2001, ARTE F, Synchronfassung

 Regie: Jean-Paul Fargier

[Kurz]


Der Schlosspark von Versailles gilt als der größte und schönste Garten der Welt. Die Dokumentation zeigt seine Raffinessen und erschließt anhand der Erläuterung seiner Alleen und Blumenfelder, seiner Wasserspiele und Aussichtspunkte das Geheimnis seiner Schönheit.

[Lang]


Zwar schuf der geniale Architekt Le Nôtre die Rabatten, Wäldchen und Fontänen und erdachte allerhand gestalterische Überraschungen für die Gärten von Versailles. Doch von Anfang an trug die Anlage die unauslöschliche Handschrift des absolutistischen Herrschers Ludwigs XIV.. Versailles ist ein unübertroffenes Meisterwerk an Erfindungsgeist und Geschmack und verkörpert mehr als jeder andere Ort die Pracht einer Regentschaft und den Ruhm eines Herrschers.

Die Dokumentation zeigt die verschiedenen Facetten dieses Unterfangens, das, auf sinnliche Verführung ausgerichtet, politische Zwecke verfolgte: Es stand für den unbeugsamen Willen eines allmächtigen Herrschers und dessen Überzeugung, ein Volk durch die Inszenierung der Größe seines Souveräns und durch die Zurschaustellung seiner eigenen Person in einem majestätischen Rahmen regieren zu können. In diesem Wissen erschließen sich dem Besucher beim Betrachten der gärtnerischen und architektonischen Schönheiten des Parks von Versailles zahlreiche Bezüge zwischen der gestalteten Landschaft und der absolutistischen Macht.

Mehr Infos unter: www.arte.tv/thema
14:00 Tod am Keltenhof Stereo 16:9 52 Min.

[14:00] Der Fürst vom Glauberg

Dokumentation, Wiederholung vom 21.11.

Dieses Programm wurde in HD produziert.
14:55 Die Kanonen der Königin Elisabeth Stereo 16:9 50 Min.

[14:55] Dokumentation, Wiederholung vom 21.11.


15:45 Programm nach Ansage
16:05 Kein Feuer im Winter Stereo 16:9 86 Min.

[16:05] Fernsehfilm, Wiederholung vom 10.10.


17:35 Zu Tisch in ... Wales 26 Min.

[17:35] Magazin, Deutschland 2002, ZDF

 Regie: Kristian Kähler

[Kurz]


Einmal in der Woche kocht die Witwe Molly Probert im walisischen Bergbaustädtchen Blaenovan mit ihren Freundinnen für einen großen Kreis von Bergarbeiterwitwen in der Kantine der Primary School. Dann gibt es beispielsweise Shepherds Pie, ein traditionelles Gericht in Wales.

[Lang]


Im Städtchen Blaenovan ist man stolz auf die eigene Vergangenheit. Die stillgelegten Kohlezechen erinnern daran, das hier eines der frühen Zentren der industriellen Revolution gewesen ist und dass Kohle aus Wales auch den Aufschwung des britischen Empire im 19. Jahrhundert angekurbelt hat. Den Familien der Bergleute hat das nicht immer Glück gebracht. Viele Bergarbeiter starben früh und haben ihr Leben dem Bergbau geopfert, wie ihre Witwen heute beschönigend sagen.

Die Witwe Molly Probert im walisischen Bergbaustädtchen Blaenovan ist durch und durch Patriotin. Sie liebt ihre Heimat Wales, die seit vielen Jahrhunderten zu dem von den Engländern dominierten Königreich von Großbritannien und Nordirland gehört. Aber sie verehrt auch die englische Königin dieses Reichs und feiert daher mit einer Gartenparty das Krönungsjubiläum von Elizabeth II. Auf ihrer Festtagstorte prangt die walisische Flagge mit dem roten Drachenmotiv gleichberechtigt neben dem Union Jack des Königreichs.

Einmal in der Woche kocht Molly mit ihren Freundinnen für einen Kreis von Bergarbeiterwitwen in der Kantine der Primary School. Dann gibt es beispielsweise Shepherds Pie, ein traditionelles Gericht in Wales. Zuerst wird Hackfleisch mit Zwiebeln kräftig angebraten und dann im Ofen mit Kartoffelbrei überkrustet. Die "Ladys", wie Molly die älteren Damen gerne nennt, haben sich fein gemacht für dieses Event, das zeigt, dass man hier noch zusammenhält und das Gemeinschaftsleben pflegt.

[Zusatzinfo]

"Zu Tisch in ..." reist in die Regionen Europas und schaut bei der Zubereitung traditioneller Gerichte zu. Die Küchenkultur europäischer Landschaften offenbart ihren Reichtum und weckt Verständnis für eine vielleicht fremde Lebensart. Rezepte können über Teletext und Internet abgerufen werden: www.arte.tv/zutischin
18:05 360° - Geo Reportage 16:9 52 Min.

[18:05] Paraguays neue Häuser

Reportage, Wiederholung vom 14.11.

Dieses Programm wurde in HD produziert.
18:55 ARTE Meteo 1 Min.

[18:55] Wetter


19:00 Georges Prêtre dirigiert die Wiener Symphoniker Stereo 16:9 84 Min.

[19:00] Musik, Frankreich 2009, ARTE F, Erstausstrahlung

 Regie: Andy Sommer

[Kurz]


Bei dem Konzert, das im Mai 2009 im prächtigen Konzertsaal des Wiener Musikvereins aufgezeichnet wurde, dirigiert Georges Prêtre die Wiener Symphoniker, deren Erster Gastdirigent er von 1986 bis 1991 war. Die glanzvollen Interpretationen der 7. Symphonie von Beethoven, der "Suite n 2 de Daphnis et Chloé" von Ravel und den "Nocturnes" von Debussy zeigen die vielseitige musikalische Ausdruckskraft des Dirigenten.

[Lang]


Mit den Wiener Symphonikern und dem Orchester der Wiener Staatsoper verbindet Georges Prêtre eine fast 40-jährige Zusammenarbeit. So wurden die Wiener Symphoniker erst unter seiner Leitung zu dem herausragenden Orchester, das sie heute sind. Besonders geehrt fühlt sich Prêtre insbesondere dann, wenn die Wiener ihn als einen der Ihren bezeichnen. Auf Wunsch der Wiener Philharmoniker dirigierte er auch 2008 das in 54 Länder übertragene Neujahrskonzert. Er war somit der erste französische Dirigent, dem diese Ehre zuteilwurde.

[Zusatzinfo]

Georges Prêtre, geboren 1924, absolvierte ein Musikstudium und eine Ausbildung zum Dirigenten am Konservatorium in Paris. Seine künstlerische Laufbahn begann anschließend 1946 an der Oper von Marseille. 1956 wirkte er an der Pariser Opéra comique und danach bis 1963 an der Opéra Garnier. Seine Dirigierkunst führte ihn nach Wien Berlin, Mailand und London, außerdem konzertierte er mit den renommiertesten Orchester Amerikas, wie in Boston, Philadelphia, Chicago, Cleveland und New York.

Das Porträt "Georges Prêtre, jetzt und immer Musik" von Claire Alby wird morgen, am 23. November, um 22.50 Uhr ausgestrahlt.



Dieses Programm wurde in HD produziert.

ARTE stellt diesen Beitrag auch bis sieben Tage nach Ausstrahlung in einer "Streaming"-Fassung auf ARTE+7 bereit.
20:25 ARTE Info 16:9 16 Min.

[20:25] Nachrichten, ARTE, Zweikanalton



ARTE stellt diesen Beitrag auch 24 Stunden nach Ausstrahlung in einer "Streaming"-Fassung auf ARTE+7 bereit.
20:40 ARTE Meteo 1 Min.

[20:40] Wetter, ARTE


20:45 Themenabend: Gérard Philipe 155 Min.

ARTE F


[Kurz]

Vor genau 50 Jahren, am 22. November 1959, starb der französische Schauspieler Gérard Philipe im Alter von nur 37 Jahren. Bekannt machten ihn seine Filmrollen als verführerischer Liebhaber und draufgängerischer Abenteurer. Aber auch im Theater gelang es ihm, seine Figuren überaus glaubwürdig zu verkörpern. Zum 50. Todestag des berühmten Mimen zeigt der Themenabend die Tragikomödie "Das große Manöver", die im Jahr 1955 unter der Regie von René Clair entstand.

[Lang]

Der Schauspieler Gérard Philipe war das französische Idol der 50er Jahre. Mit Filmen wie "Teufel im Leib" - auch unter dem Titel "Stürmische Jugend" bekannt - "Fanfan, der Husar" und "Das große Manöver" ging er als leichtlebiger - oder auch heißblütiger - Verführer in die Filmgeschichte ein. Dieses Image blieb ihm durch seinen frühen Tod erhalten. Gérard Philipe starb am 22. November 1959 im Alter von 37 Jahren in Paris.



Noch nachhaltiger wird Gérard Philipe möglicherweise vielen Franzosen als Theaterschauspieler in Erinnerung sein. Als schöner, von Leidenschaft zerrissener Held hauchte er den klassischen, teilweise verstaubten Figuren des Lorenzaccio (aus dem gleichnamigen Drama von Alfred de Musset), Cid (aus "Le Cid" von Pierre Corneille) und Ruy Blas (dem Titelhelden der Tragödie von Victor Hugo) neues Leben ein. Aber auch als engagierter Befürworter einer Demokratisierung des Theaters machte er sich einen Namen, vor allem durch sein Wirken für das "Théâtre National Populaire" an der Seite von Jean Vilmar. ARTE widmet dem Schauspieler einen Themenabend zum 50. Todestag.
Themenabend: Gérard Philipe

20:45 Das große Manöver 103 Min.

[20:45] (Les grandes manoeuvres)

 Spielfilm, Frankreich/Italien 1955, Synchronfassung

Regie: Rene Clair; Buch: René Clair; Kamera: Robert Le Febvre; Schnitt: Louisette Hautecoeur, Denise Natot; Musik: Georges Van Parys; Produzent: René Clair, André Daven; Produktion: Filmsonor, Cinedes, UMPO

Mit: Gérard Philipe - (Armand de la Verne), Michele Morgan - (Marie-Louise Rivière), Brigitte Bardot - (Lucie), Jean Desailly - (Victor Duverger), Pierre Dux - (Colonel Olivier 33. Dragon), Jacqueline Maillan - (Jeanne Duverger)

[Kurz]


Die Geschichte spielt am Vorabend des Ersten Weltkrieges. In einer kleinen französischen Garnisonsstadt wettet der junge Soldat Armand mit seinen Kameraden, dass es ihm gelingt, die aus Paris stammende Marie-Louise zu verführen. Die junge Frau verliebt sich tatsächlich in den Schürzenjäger. Doch womit Armand nicht gerechnet hat, ist die Tatsache, dass er ihre Gefühle ernsthaft erwidert.

[Lang]


Eine kleine französische Garnisonsstadt 1914 am Vorabend des Ersten Weltkrieges. Der junge Offizier Armand de la Verne ist ein unverbesserlicher Schürzenjäger. Er wettet mit Freunden, dass er noch vor Beginn der großen Manöver eine Frau erobert. Welche Frau das sein wird, darüber soll das Los entscheiden. Die Wahl fällt auf Marie-Louise Rivière, eine junge Hutmacherin aus Paris, die erst kürzlich ihr Geschäft in der Provinzstadt eröffnet hat. Zunächst widersteht Marie-Louise Armands Werben. Aber je widerspenstiger sie sich zeigt, desto mehr bedrängt Armand sie, und verliebt sich schließlich ernsthaft in diese Frau. Auch sie verfällt seinem Charme. Als Armand die Stadt auf Befehl seines Vorgesetzten verlassen muss, beschließt Marie-Louise, einem anderen Bewerber, Victor Duverger, das Jawort zu geben. Doch als sie hört, Armand sei bei einem Duell schwer verletzt worden, fährt sie sofort zu ihm.

Am Vorabend des Aufbruchs zum großen Manöver erhält sie einen Brief, in dem ihr der anonyme Schreiber von Armands Wette erzählt. Als am nächsten Morgen das Regiment vor ihrem Haus vorbeimarschiert, bleibt ihr Fenster geschlossen.

[Zusatzinfo]

René Clair (1898-1981), der in der Nähe eines Kavallerieregiments aufwuchs, verarbeitet in dieser Tragikomödie eigene Kindheitserinnerungen. Er konnte sich lange nicht entschließen, die Zeit vor dem großen Schock zu Beginn des Ersten Weltkrieges filmisch zu behandeln. René Clair wurde zwar selbst nicht als Soldat eingezogen, verlor aber im Krieg viele Freunde. Darunter litt er sein Leben lang. "Das große Manöver" ist sein erster Farbfilm.

Regisseur René Clair wurde für die Tragikomödie 1955 mit dem Prix Louis Delluc ausgezeichnet und erhielt 1957 den Kritikerpreis der Vereinigung der französischen Filmkritik.

Das Lexikon des Internationalen Films schreibt: "René Clairs erster Farbfilm lässt die beiden Hauptdarsteller in dieser eigentlich banalen Geschichte brillieren; die außerordentlich liebevolle Inszenierung vermittelt das Können des Regisseurs, höchst intelligent und ironisch zu unterhalten."



Dieses Programm wurde in HD produziert.
Themenabend: Gérard Philipe

22:30 Gérard Philipe, ein Mann, kein Engel 52 Min.

[22:30] Dokumentation, Frankreich 2005

 Regie: Michel Viotte

[Kurz]


Der junge Schauspieler Gérard Philipe (1922-1959) war eine Symbolfigur der französischen Nachkriegszeit. Wo er in den 50er Jahren hinkommt, wird er umringt, gefeiert und vergöttert. Sein früher Tod macht ihn zur Legende. Die Dokumentation zeichnet ein einfühlsames Bild des unvergesslichen Schauspielers.

[Lang]


Als der junge Schauspieler Gérard Philipe nach dem Zweiten Weltkrieg die Bühne betrat, identifizierte sich die Jugend sofort mit ihm. Wie er die Herzen der Zuschauer eroberte, war einmalig. Gérard Philipe verkörperte die Ziele, Zweifel und Gewissheiten einer ganzen Generation, vor allem aber deren Suche nach einem Ideal. Wie Marilyn Monroe oder James Dean wurde er durch seinen frühen Tod zum Mythos.

[Zusatzinfo]

Gérard Philipe wird 1922 in Cannes geboren. Zunächst studiert er in Paris Medizin, wechselt auf Wunsch seines Vaters jedoch zu Jura. Bei einem Wohltätigkeitsfest wird er von Marc Allégret entdeckt, der ihm 1943 eine kleine Filmrolle in "Les petits du Quai aux Fleurs" (1943) gibt. Von da an geht es mit seiner Karriere steil bergauf: Im gleichen Jahr feiert er mit "Sodom und Gomorrha" unter Jean Giraudoux einen ersten großen Theatererfolg. Es folgen Rollen in "Caligula" (1945) von Albert Camus, "Le Cid" von Pierre Corneille (1951), "Lorenzaccio" (1952) und "On ne badine pas avec l'amour" (1959) von Alfred de Musset, um nur einige zu nennen.

Nahezu gleichzeitig startet auch seine Filmkarriere: Mit der Rolle des Prinz Myschkin in Georges Lampins Dostojewski-Verfilmung "Der Idiot" (1945) gelingt ihm der Durchbruch. Der Höhepunkt seiner Karriere sind die 50er Jahre. Er spielt den Grafen in Max Ophüls' Arthur-Schnitzler-Verfilmung "Der Reigen" (1950), den Claude in René Clairs "Die Schönen der Nacht" (1952) und den André Ripois in René Cléments "Monsieur Ripois" (1954). Viele seiner Filmpartnerinnen sind selbst gefeierte Stars.

So werden er und Michèle Morgan durch den Bruder von Marc Allégret, den Filmregisseur Yves Allégret, über Nacht zum französischen Filmtraumpaar in "Die Hochmütigen" (1953). In der Titelrolle von "Fanfan, der Husar" (1952) an der Seite Gina Lollobrigidas bleibt Gérard Philipe unvergessen. Noch kurz vor seinem plötzlichen Tod durch Herzversagen am 25. November 1959 dreht er mit Jeanne Moreau den skandalträchtigen Film "Gefährliche Liebschaften" unter der Regie des berühmten Roger Vadim, der erst nach seinem Tod in die Kinos kommt.

Gérard Philipe war zeit seines Lebens ein politisch denkender Mensch. Im Jahr 1944 kämpfte er in der Résistance für die Befreiung von Paris von der deutschen Besatzung. Er nahm 1959 am Stockholmer Appell für ein Verbot von Atombomben teil und wurde 1958 Vorsitzender der französischen Schauspielergewerkschaft. Die Dreharbeiten zu "Für ihn verkaufe ich mich" von Luis Buñuel konnten gerade rechtzeitig beendet werden, bevor Gérard Philipe unerwartet im Alter von nur 37 Jahren starb und damit endgültig zum Mythos wurde.

Mehr Infos unter: www.arte.tv/thema

ARTE stellt diesen Beitrag auch bis sieben Tage nach Ausstrahlung in einer "Streaming"-Fassung auf ARTE+7 bereit.
23:25 Die Vorstellung Stereo 80 Min.

[23:25] Dokumentarfilm, Russische Föderation/Deutschland/Ukraine 2008, Originalfassung mit Untertiteln, ARTE F, Erstausstrahlung

 Regie: Sergei Loznitsa

[Kurz]


Ausschnitte aus sowjetischen Wochenschauen der Jahre 1955 bis 1961 verwendet Filmemacher Sergei Loznitsa für sein filmisches Experiment. Er montiert historische Aufnahmen, die zum Teil von Amateuren stammen, und unterlegt sie mit neuem Ton. So lässt er den Alltag einer - ungenannten - sowjetischen Provinzstadt in einem völlig neuen Licht erscheinen.

[Lang]


Die ersten Bilder zeigen das friedliche und ziemlich eintönige Leben der Bewohner einer russischen Provinzstadt Ende der 50er Jahre. Fischer, Arbeiter, Bauern, Studenten und Kinder gehen ihren täglichen Pflichten nach. Ein wenig Abwechslung bringen abends die Darbietungen von Laienkünstlern, Kursbesuche und Fanfarenumzüge. Den wenigen Spruchbändern schenkt niemand Aufmerksamkeit.

Doch dann wird die - nicht namentlich genannte - Stadt aus ihrem Dornröschenschlaf gerissen. Mit einer sich steigernden, alle Lebensbereiche durchdringenden Propaganda wird der Besuch eines hohen Parteifunktionärs vorbereitet. Bei dessen Empfang erreicht die Kampagne ihren Höhepunkt. Danach verfällt die Stadt wieder in ihren normalen provinziellen Trott.

[Zusatzinfo]

Filmemacher Sergei Loznitsa benutzt die historischen Aufnahmen wie ethnographisches Material. Er unterlegt sie oft mit neuem Ton und löst sie so aus ihrer Ursprungszeit. Dadurch erhalten sie ein eigenes Tempo und einen eigenen Rhythmus. Die historische Propaganda ist keine zu entschlüsselnde Botschaft mehr, sondern wird für den Zuschauer zu einer sinnlichen Erfahrung, die alle seine Poren durchdringt - ebenso wie die der Protagonisten des Films.



ARTE stellt diesen Beitrag auch bis sieben Tage nach Ausstrahlung in einer "Streaming"-Fassung auf ARTE+7 bereit.
00:45 Polizeiruf 110 Stereo 16:9 89 Min.

[00:45] Pech und Schwefel

Fernsehfilm, Wiederholung vom 17.11.
02:15 Zapping International 16:9 26 Min.

[02:15] Hinter dem Eisernen Vorhang (2/2)

Dokumentationsreihe, Wiederholung vom 07.11.
02:40 Programmankündigungen und Trailer
03:00 Neustart im Kopf 16:9 70 Min.

[03:00] Wie sich unser Gehirn selbst repariert

Dokumentarfilm, Wiederholung vom 15.11.

Dieses Programm wurde in HD produziert.
04:10 Überall Papier 16:9 43 Min.

[04:10] Aufgeblättert und beschrieben

 Dokumentation, Deutschland 2004, ZDF

Regie: Eduard Erne

[Kurz]

Papier ist ein Rohstoff, der aus unserem Alltag nicht wegzudenken ist und unsere Kultur wie kaum ein anderer geprägt hat. Die Dokumentation macht unter anderem deutlich, wie weit die Menschen heute vom papierlosen Büro entfernt sind, besucht eine der ältesten Papierfabriken Deutschlands und berichtet vom Kampf der Restauratoren gegen die Vergänglichkeit des Papiers.



[Lang]

Man stelle sich vor, ein Archäologe würde in ferner Zukunft ein Altpapierdepot voller Überreste unserer Kultur finden: Bücher, Akten, Briefe, Fotos, Bilder, Kontoauszüge, Hotelrechnungen, Beipackzettel... Er würde feststellen, dass Papier einer der wichtigsten Rohstoffe der Menschheit war und sich - trotz der weltweiten Digitalisierung und der damit verbundenen Versuche, ohne diesen Rohstoff auszukommen - als Speichermedium gehalten hat. Er würde staunen angesichts der Vielfalt der Ausführungen, der unterschiedlichsten Farben und Qualitäten von Papier.

Eduard Erne nimmt den Zuschauer in seiner Dokumentation "Überall Papier - aufgeblättert und beschrieben" mit dem Blick dieses Forschers aus der Zukunft mit auf eine Reise zurück in die Gegenwart, in die Welt des Papiers. Der Hunger nach Papier wird größer: Bis 2015 wird die Produktion voraussichtlich um mehr als ein Drittel steigen, auf 400 Millionen Tonnen. Deutschland allein verbraucht soviel Papier wie Afrika und Südamerika zusammen. Im Deutschen Bundestag werden täglich 350.000 Blatt Papier bedruckt, verteilt und in Papierkörbe geworfen - 90 Millionen Blatt pro Jahr. Hier, wo die Utopie des papierlosen, elektronisch vernetzten Büros wenigstens in Teilen Realität sein könnte, wird deutlich: Politik basiert auf Drucksachen.

Die Hahnemühle in Dassel ist eine der ältesten Papierfabriken Deutschlands, die bis heute hochwertige Künstlerpapiere herstellt. Aus Zellstofffasern, Kaolin, Kreide, Bindemitteln und Wasser entsteht nach einer eigenen, geheimen Rezeptur wertvolles Aquarellpapier.

Doch Papier ist kein Material für die Ewigkeit. In der Bayerischen Staatsbibliothek kämpfen Restauratoren ständig gegen den Verfall der alten Buchbestände an. Das kulturelle Erbe, gespeichert in Folianten aus vergangenen Jahrhunderten, ist überall auf der Welt von der Zerstörung bedroht und kann, wenn überhaupt, nur mit aufwendigen und teuren Techniken aufgehalten werden.

Zum Abschluss führt die Reise zu der gefräßigen Papiermaschinerie in den finnischen Wäldern. Hier fallen den Holzsägen erbarmungslos weite Gebiete alter, gewachsener Baumflächen zum Opfer. Ein Sami, ein Ureinwohner Nordfinnlands, zeigt, was die finnische Zellulose-Industrie aus dem letzten europäischen Urwald macht. Mit den Lebensräumen für die Rentiere, die auf weite Waldflächen angewiesen sind, verschwindet auch die samische Kultur für immer.



Montag, 23.11.2009
05:00 Auf der Suche nach Leben im All Stereo 16:9 50 Min.

[05:00] Dokumentation, Wiederholung vom 14.11.



Dieses Programm wurde in HD produziert.
06:00 Lang Lang spielt Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 Stereo 16:9 42 Min.

[06:00] Musik, Wiederholung vom 25.10.



Dieses Programm wurde in HD produziert.
06:45 ARTE Reportage 16:9 43 Min.

[06:45] Reportage, Wiederholung vom 21.11.


07:30 Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener 16:9 26 Min.

[07:30] Die Seeteufel

Doku-Soap, Wiederholung vom 16.11.

ARTE strahlt diesen Film auch in einer untertitelten Fassung für Hörgeschädigte aus.
08:00 Mit offenen Karten 16:9 11 Min.

[08:00] Das schwedische Modell

Magazin, Wiederholung vom 24.10.

Dieses Programm wurde in HD produziert.
08:10 X:enius 16:9 26 Min.

[08:10] Wie funktionieren komplexe Systeme?

Magazin, Deutschland 2009, ZDF, Erstausstrahlung

[Kurz]


Die Sendung "X:enius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "X:enius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.

[Lang]


Was haben Internet, Blutkreislauf, Verkehr und Finanzmarkt gemeinsam? Eine ganz neue Forschungsrichtung, die Komplexitätsforschung, versucht herauszufinden, warum diese Phänomene nach ähnlichen Gesetzmäßigkeiten funktionieren. Wie entsteht Chaos, aber auch Ordnung in der Natur? Was lässt sich daraus für die Gesellschaft lernen - bei der Lösung von sozialen Konflikten, bei der Organisation von Unternehmen oder von Verkehrsnetzen? Könnte die Komplexitätsforschung helfen, Frühwarnsysteme gegen Wirtschaftskrisen zu entwickeln?

Dörthe Eickelberg und Pierre Girard erkunden heute zusammen mit Klaus Mainzer, einem der führenden Komplexitätsforscher, die Stadt Berlin. "X:enius" über Komplexität, das menschliche Gehirn und die vorbildliche Effizienz von Zellen.

[Zusatzinfo]

Zwei Moderatoren-Teams führen abwechselnd durch die Sendung:

Dörthe Eickelberg arbeitet als Regisseurin, steht als Kabarettistin auf Berliner Bühnen und wurde bekannt als freche Moderatorin auf dem Internetportal Watchberlin. Der Elsässer Pierre Girard arbeitet seit 2006 als Journalist und Nachrichtenkorrespondent in Berlin.

Caro Matzko und Gunnar Mergner präsentieren zurzeit in Doppelmoderation das Jugendmagazin "freiraum" in BR-alpha. Caro Matzko moderiert darüber hinaus das Kultradioformat "Zündfunk" in Bayern2Radio. Gunnar Mergner arbeitet als Autor für das BFS-Kinoformat "Kino Kino".

Mehr Infos unter: www.arte.tv/xenius


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