Referat: Methodische Entscheidungen



Yüklə 38,53 Kb.
tarix31.10.2017
ölçüsü38,53 Kb.
növüReferat

Insa Stamm

Seminar: Textiles Gestalten

Datum: 06.06.2007


Referat: Methodische Entscheidungen



  • Begriff Methode: konkrete Darbietungs- bzw. Vermittlungsform  wie gehe ich vor, wie führe ich die Kinder an das Thema heran, wie lasse ich sie arbeiten??

    • kommt aus dem Altgriechischen, Methode bedeutet übersetzt „Weg der Untersuchung, den Weg, das anzugehen, was man sich vornimmt oder vorgenommen hat“

  • der Inhalt wird mit den Kindern inszeniert mithilfe der Methode

  • Aufteilung in einzelne Phasen (z.B. Einstieg, Hinführung, Durchführung und Reflexion) um Spannungsbögen aufzubauen; jede Phase hat eigene Funktion (Spannung aufbauen, auf das Thema vorbereitenmit Gegenstand auseinandersetzen bzw. kreative Gestaltung und abschließend reflektieren…)

  • es gibt 3 geeignete Methodenkonzepte für den Textilunterricht (als Antwort auf veränderte Sozialisation wie Familien, Spielzeuge usw., denn der muss sich auch die Vermittlung des Unterrichts anpassen)

1) Handlungsorientierter Unterricht

2) Projektunterricht

3) Offener Unterricht


  • sind alle schülerorientiert

  • gemeinsamer Kern: ist die eigentätige, viele Sinne umfassende Auseinandersetzung und aktive Aneignung des Lerngegenstands durch die Kinder


Schule hat die Aufgabe:

  • Wissen zu vermitteln

  • Aufbau und Erweiterung von Persönlichkeitskompetenzen (Organisation und Durchführung von Arbeitsaufgaben, Kommunikation, Kooperation, Verantwortung, Flexibilität oder Vernetzungsfähigkeit)

 gerade diese Kompetenzen werden durch solche Unterrichtsmethoden besonders geübt und gefördert



Begründung für gute Einsetzbarkeit handlungsorientierte Methodenkonzepte in TG:

  • in TG gestalten die SuS immer aktiv mit Händen, erfahren Gestaltungsprozesse und meist steht am Ende das Handlungsprodukt

  • SuS werden immer durch die aktive Gestaltung selbst organisierend tätig

  • Kopf, Herz und Hand (kognitive, ästhetische und pragmatische Zugänge zum Thema) werden gleichermaßen angesprochen und beteiligt



Handlungsorientierter Unterricht:

  • Handlungsorientierung macht mehr Freude, wird besser behalten von SuS, denn emotional gefärbtes Wissen wird besser behalten (emot. Lernen)

  • Aebli: Denken ist das Handeln des Tuns; das heißt, dass Denken sich von Handeln ableitet und dadurch den Aufbau von Denkstrukturen fördert

  • Das Ziel ist es, dass die SuS durch handelndes Denken und Fühlen Handlungskompetenz erwerben

  • 1. Am Anfang steht eine echte ernsthafte Fragestellung, ein zu lösendes Problem, der Schüler will dies aus eigenem Antrieb lösen und übernimmt Verantwortung dafür

  • 2. zentrales Prinzip: Mitbestimmung des Lernenden mit dem Ziel der Selbststeuerung

die Kinder lernen nun während des handelnden gewollten Aneignungsprozesses

  • 3. am Ende steht die Reflexion dessen: Besprechung der eigenen Gestaltung oder Präsentation der Ergebnisse

  • Lehrer ist dabei Lernberater statt Instrukteur (schafft fördernde Umgebung)

  • Der handlungsorientierte Unterricht führt zum Lernen in Projekten, stellt seine Höchstform dar!

Beim handlungsorientierten Unterricht wird angestrebt:

- denkendes Tun (statt Action)

- Selbststeuerung statt Anweisung

- Handeln lernen statt Beschäftigungsspiele

- Sachwissen im Hinblick auf Handeln zu organisieren



Projektunterricht:

Begriff Projekt bedeutet: vorauswerfen, entwerfen, planen, sich vornehmen

Ziel: Befreiung von Rezeptivität, der des Lehrers und Schülers!

 Nicht mehr nur Wissensvermittlung!! Dem toten Wissen entgegenwirken, Inhalte dagegen nach Lebenspraxis ausrichten, bedeutsam machen




  • L. u. S müssen Zurücknahme üben, der Ausgang ist offen, Projekte können auch scheitern, so dass sie abgebrochen werden

  • Das Produkt soll für den Schüler Bedeutung, lebenspraktische Bedeutung haben

  • Projektunterricht ist vielmehr fächerübergreifender Unterricht, der handelnde S. steht dabei im Mittelpunkt


Merkmale eines Projekts (Gudjons):

- Situationsbezug und Lebensweltorientierung

- Orientierung an den Interessen der Beteiligten

- Selbstorganisation und Selbstverantwortung

- Gesellschaftliche Praxisrelevanz

- zielgerichtete Projektplanung

- Produktorientierung

- Einbeziehen vieler Sinne

- Soziales Lernen

- Interdisziplinarität

- Grenzen

(man kann Kriterien für Projektunterricht auch nach seinem Ablauf aufstellen)




  • Lehrer stellt sich auf Tempo und Lernformen der SuS ein, bedarf Geduld und Ausdauer beider (große Durststrecken), beide lernen gemeinsam!!

  • Lehrer muss Projekt gründlich planen, Lehrer stellt dann im Projekt sein Wissen zur Verfügung, wie es die Lernvoraussetzungen der SuS erfordern

  • Chancen von Projekten:

  • Soziale Regeln des miteinander Lernens entwickeln, verfolgen indiv. Neigungen und Interessen, führen zu ganz neuen Erkenntnissen und Wissenszusammenhängen (Fächerübergreifend), Akzeptanz anderer Perspektiven usw., fordern aktives Lernen und ermutigen zur Selbstgestaltung der Arbeit


Offener Unterricht:


  • Öffnung der Schule nach innen und außen,

  • außen: - Stadtteile, Eltern Internet

  • nach innen: Kind als Entdecker, Erfinder, Problemlöser

  • und Institution – Teamarbeit, Team …

  • auch inhaltliche Öffnung: wie Themenwahl

  • Öffnung im organisatorischen Bereich,

Klassenraum wird zur Lernlandschaft

  • Methodische Öffnung: Lernformen im offenen Unterricht sind zum Beispiel:

- Stuhlkreis für Besprechung und Impulssetzen

- freie Arbeit (Raum, in dem der SuS eigene Entscheidungen treffen darf, bildet Zentrum des offenen Unterrichts; SuS können Helfersystem dabei aufbauen, Heranführung an die Offenheit z.B. mit Stationenlernen)

- Wochenplan

nicht „je offener desto besser“, sondern Grad der Offenheit misst sich an Lernvoraussetzungen der SuS



  • offen meint an der Wirklichkeit ausgerichtet, soll der realitätsferne von schul. Inhalten entgegenwirken

  • im methodischen Vorgehen richtet es sich nach dem handlungsorientierten Unterricht aus

  • zehn Qualitätskriterien für offenen Unterricht nach Wallrabenstein betreffen:

Methodenvielfalt, Freiräume – zum selbstständigen Lernen, Umgangsformen – klare Regeln vorhanden, Selbstständigkeit und Inhalte – SuS am Lernprozess beteiligt, Helfersystem vorhanden, Lernberatung – durch L., Öffnung zur Umwelt – neue Erfahrungen durch Begegnung mit Umwelt, Sprachkultur – Kopplung Sprache und sinnl. Erfahrungen usw., Lehrerrolle – Raum für Beziehungsarbeit/Geduld …, Akzeptanz des Unterrichts – verstanden als gemeinsame Arbeit, Lernumgebung – handlungsorientierte Materialien usw.

  • Enthält veränderten Lernbegriff: Lernen durch Selbstentdecken!!


Ziel des offenen Unterrichts:

 S. sollen das Lernen lernen, Neugier wecken, Mut haben selbst zu entdecken;



Für Textil bedeutet das:

- mehr indiv. Gestaltungsarbeiten

- individuelle Herangehensweise an Themen

- eine rigiden ästhetischen Gestaltungsnormen des L.

- offene Themenbereiche (z.B. Verkleiden…)
Chance:


  • entlastet L. von Lehrerfunktion

  • Lehrer wird zum beratenden Fachmann

Zu methodischen Entscheidungen gehören auch Medien



Welche Medien fallen euch aus eurem TG- Unterricht ein?? (Plenum: Phasenmodelle, Arbeitsschritte, Piktogramme für den Stundenablauf …)
 Medium bedeutet ein Mittleres oder ein Mittel, das zwischen den Handelnden und sein Objekt oder sein Ziel tritt

man muss immer überlegen:

- fördern meine Medien die erwartete Konsequenz

- Haben meine Medien Funktion und Zweck erfüllt?
An Medien wird:

- erklärt

- veranschaulicht

- verstanden

- geübt


  • Medien ermöglichen das Ansprechen verschiedener Sinne und so einen sinnlichen Zugang zu den Erkenntnissen

(mit geschl. Augen Rascheln eines Seidenrocks lauschen…)
sie haben unterschiedliche Funktionen:

  • können motivieren, Denken und Gestalten anregen, Impulse setzen, sinnliche Erfahrungen ermöglichen, Lernprozesse strukturieren (Plakate), Hilfen und Rückmeldung geben

man unterscheidet zwischen offenen und geschlossenen Medien

 geschlossene: Nähmaschine mit Bedienungsanleitung

 offene: regen SuS durch Unabgeschlossenheit und Mehrdeutigkeit dazu an, selber Assoziationen und den eigenen Gestaltungsdrang zu entwickeln


Beispiele für Medien in TG:  es gibt Medien für´s Lernen und Lehren

Demonstrationsmedien(Lernobjekte):

- Textile Originale,

- textiles Material

- textile Abbildungen

Realisationsmedien (Hilfsmittel)

- textile Werkzeuge

- textiles Material zum Gestalten

Computer als Medium

weitere nicht textilspezifische Medien im Textilunterricht wie OHP, Arbeitsblätter, CD-Player etc.


Neue Medien wie Computer werden in dem Artikel kritisch gesehen: diese Medien können nicht wirklich „be-griffen“ werden (Bspw. Erläutertes Tattoo auf der Strumpfhose)

 dabei sind nicht alle Sinne beteiligt, wie es gerade bei Jüngeren wichtig ist, wie beim Verkleiden, Verhüllen, Einkleiden…

Quelle:

Exkurs für SLA´s:
- jede Themenauswahl in TG ist abhängig von der Bedingungsanalyse, diese umfasst:


  • Institutionelle Rahmenbedingungen (Klassenraumgröße, Lage der Schule etc.)

  • Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kindes (Konzentration, Ausdauer…)

  • Lernatmosphäre, Sozialer Umgang

  • Zu erwartende Schwierigkeiten (Sprachschwierigkeiten …)

- Sachanalyse



  • jedes Thema bedarf einer intensiven inhaltlichen Auseinandersetzung

  • dann zieht man nach eingehender Bedingungsanalyse nur die Aspekte aus der Sachanalyse heran, die sich für die betreffende Schülergruppe als sinnvoll erweisen

  • selbst sollte man das Thema jedoch gut kennen, um den SuS bei Bedarf zusätzliche Perspektiven aufzeigen zu können

- Didaktische Entscheidung und Lernzielformulierung



  • Entscheidung für ein Thema und eine Begründung dessen (bezogen auf Gegenwart, die Zukunft und das exemplarische daran)

  • Entscheidung für eine didaktische Konzeption (siehe vorangegangene Referate)

  • Je eindeutiger begründet, desto klarer auch die Formulierung der Lernziele der UE daraus (möglichst in einem Satz was die Kinder tun – Inhaltsaspekt – und warum sie es tun – Verhaltensaspekt)

- Methodische Entscheidungen



  • umfasst Methodenkonzept (welche Art des Lernens ist besonders sinnvoll, um einen bestimmten Inhalt zu vermitteln)

  • Phasierung (Einstieg usw.)

  • Medien

  • Sozialform (Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Plenum)



Quelle:

  • Kohlhoff-Kahl, I. (2005). Textildidaktik - eine Einführung. Donauwörth


Yüklə 38,53 Kb.

Dostları ilə paylaş:




Verilənlər bazası müəlliflik hüququ ilə müdafiə olunur ©muhaz.org 2020
rəhbərliyinə müraciət

    Ana səhifə