Einführung



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F E R N U N I V E R S I T Ä T in Hagen

FACHBEREICH WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFT

Diplomarbeit im wirtschaftswissenschaftlichen Diplomstudiengang

Bearbeitungszeit: 18 Wochen als Teilzeitstudierender


Im Fach: Allgemeine Volkswirtschaftslehre

Über das Thema:

Preisbildung für Bio-Schweinefleisch

Eine industrieökonomische Analyse

Eingereicht bei: Professor Grosser


Von: Mirco Wipke

Matrikelnummer: 5744644

Anschrift: Fleckhamerstr. 10, 82131 Stockdorf
Email: mirco.wipke@fernuni-hagen.de

Telefon: 089/ 89 19 71 18


Abgabedatum: 25.04.2005

1 Einführung 3

1.1 Ökolandbau 4

1.2 Industrieökonomik 5

2 Hypothesen und Untersuchungsfragen 5

3 Stand der Forschung 6

4 Empirie 8

4.1 Konsum von Schweinefleisch 8

4.1.1 Makroökonomische Rahmendaten 8

4.1.2 Zahlungsbereitschaft 10

4.2 Produktion und Kosten von Schweinefleisch 13

4.2.1 Stationen der Fleischproduktion 13

4.2.1.1 Schweinehaltung 13

4.2.1.2 Schlachtung 15

4.2.1.3 Fleischverarbeitung 17

4.2.1.4 Vermarktung 18

4.2.2 Besonderheit Schweinezyklus 20

4.2.2.1 Ursachen des Schweinezyklus 20

4.2.2.2 Auswirkungen für Erzeuger und Verbraucher 21

4.2.3 Zwischenfazit 23

4.3 Stufen der Preisbildung 24

4.3.1 Verlauf unterschiedlicher Vermarktungsketten 24

4.3.2 Perspektiven, Gewinnsituationen und Motive 25

4.3.2.1 Erzeuger 25

4.3.2.2 Erzeugergemeinschaften 27

4.3.2.3 Verarbeiter 28

4.3.2.4 Handel 29

4.3.2.5 Rückblickende Übersicht 30

4.4 Qualitätsbegriffe 30

5 Theorie 33

5.1 Marktmodellierung 33

5.1.1 Nachfrage und Marktformen 33

5.1.2 Vollständige Konkurrenz im Polypol 34

5.1.3 Unvollständige Konkurrenz 36

5.1.3.1 Monopol 36

5.1.3.2 Oligopol 37

5.2 Kostenfunktionen 38

5.3 Preisbildung in einer vertikalen Struktur 41

5.4 Qualität als Informationsasymmetrie 44

6 Schlussfolgerungen 48

6.1 Produktpreise bestimmen die Nachfragemenge 48

6.2 Erzeugerkosten determinieren Produktpreise 48

6.3 Vertikale Struktur verursacht Preissteigerung 49

6.4 Qualitätskommunikation verursacht Kosten 49

7 Diskussion 50

7.1 Abstrahierende Modellannahmen 50

7.2 Reale Hindernisse einer vertikalen Koordination 52

7.3 Realszenarien vertikaler Integration 53

8 Fazit 54

9 Anhang 57

10 Quellenverzeichnis 61

10.1 Literaturverzeichnis 61

10.2 Interviewpartner für eigene Erhebungen 65



11 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis 66



1Einführung


In dieser Diplomarbeit wird die Preisbildung auf dem Markt für Bio-Schwei­ne­fleisch analysiert. Die Beschäftigung mit diesem Untersuchungsge­gen­stand wurde durch die Beobachtung angestoßen, dass der Anteil von Öko-Schwein am gesamten Lebensmittelmarkt vergleichsweise gering ist und die Art der Vermarktung unter anderem dafür verantwortlich sein könnte (IÖW 2004). Eine Veröffentlichung zur Fundierung dieser Aussage durch wirtschaftswissenschaftliche Erklärungsansätze konnte bis zur Fertigstel­lung dieser Studie nicht recherchiert werden.
Das publizierte Wissen über das Preisbildungsgeschehen im Markt für Öko-Schweinefleisch ist spärlich und unzusammenhängend. Die Mei­nun­gen und Einschätzungen von Wissenschaftlern, Landwirten, Beratern und anderen Experten der Branche gehen weit auseinander, z.B. in der Frage, ob man den Marktanteil schon allein durch Verbraucherinformation steigern könne oder dies doch eher ein Preisproblem sei. Um Antworten über die Marktsituation zu finden, wird die Vermarktungskette untersucht, wobei der Preisbildungsprozess im Fokus liegt.
Der Inhalt gliedert sich deshalb folgendermaßen: Kapitel 2 referiert den Stand der Forschung. Kapitel 3 präsentiert die vier Hypothesen zu Nachfra­ge, Kostenstruktur, vertikaler Preisbildung und Qualität. Diese vier Bereiche ziehen sich als roter Faden durch die folgenden Kapitel.
Die realen Verhältnisse hinsichtlich Konsum, Produktion, Weg der Preisbil­dung und Markt-Kommunikation via Qualitätsdefinitionen werden im Kapitel 4 skizziert. In Kapitel 5 werden die empirischen Phänomene des vorange­gan­genen Abschnittes mittels volkswirtschaftlicher Modelle analysiert. Die Schlussfolgerungen in Bezug auf die Hypothesen als Synthese von Empirie und Theorie zieht Kapitel 6. Es folgt eine kritische Würdigung der verwen­de­ten theoretischen Konzepte sowie Pro und Contra zu den Unter­su­chungs­ergebnissen auf dem Hintergrund realer Umstände. Ein Fazit setzt den Schlussstein.
Noch im Zuge dieser Einleitung werden „Ökolandbau“ und „Industrieökonomik“ charakterisiert.

1.1Ökolandbau


Der ökologische1 Gedanke entwickelte sich in Deutschland bereits zu Be­ginn des 20. Jahrhunderts als Reaktion auf die fortschreitende Industriali­sie­rung der Landwirtschaft. Die Reformhausbewegung und seit 1924 die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise nach Steiner (heute: Demeter-Ver­band) betonen Aspekte wie „geschlossener Nährstoffkreislauf“ und die Orientierung an der Natur. Seit ungefähr 1970 gründeten sich Verbände der organisch-biologischen Wirtschaftsweise wie Bioland, Naturland etc., die ebenfalls obige Ziele verfolgen, allerdings im Gegensatz zu Demeter keine tiefere philosophische Ausrichtung vorgeben (aid 2001).
Einer breiten Bevölkerung wurde der Ökolandbau durch die BSE-Krise im Jahr 2001, die damit verbundene Bildung des Bundesministeriums für Ver­brau­cher, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL), die ministerielle Beset­zung des BMVEL mit Renate Künast und ihr Ausrufen einer Agrarwende sowie der Einführung des EU-Bio-Siegels publik.
Tabelle 1 gibt einen Überblick über die verbandsbezogene Verteilung der Biobetriebe in Deutschland.


Organisation

Gründung

Betriebe

Anteil

Bioland

1971

4363

28,0%

Naturland

1982

1772

11,3%

Demeter

1924

1336

8,5%

Biopark

1991

729

4,6%

Biokreis

1979

523

3,3%

Gäa

1989

449

2,8%

Ecovin, Ökosiegel




215

1,4%

Nicht verbandsgebunden




6239

40%

Alle Betriebe




15626




Tabelle 1: Ökolandbau - Verbände und Betriebe (aid 2003, 8; DBV 2003, 37)
Jeder Verband definiert eigene Richtlinien für Ökolandbau. Mit Einführung des EU-Biosiegels wurde ein einheitlicher Mindeststandard festgelegt. Die Anforderungen der Verbände gehen in vielen Fällen über die EU-Richtlinie hinaus. 23 unabhängige Ökokontrollstellen überwachen die Einhaltung von EU- und Verbandsbestimmungen.


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