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7.21"Evolution der Leeren Fülle – "Wesenlehre und Buddhismus - Eine Skizze"


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7.22 "Das Urbild der Menschheit", Text der Ausgabe von 1851, mit einer Einleitung von Siegfried Pflegerl.


    • Inhaltsverzeichnis und Einleitung: 11 S., PDF-File 243 KB

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Anmerkung: Der durch Kommentierung von Siegfried Pflegerl besser verständliche und mit aktueller Weltsystemanalyse ergänzte Originaltext ist beim Peter Lang Verlag erhältlich.

7.23 Die Evolution der Religionen

Auch die Religionssysteme entwickeln sich nach diesen Evolutionsgesetzen. Es gibt daher derzeit noch nicht das eine Religionssystem, welches dem III. HLA entspricht. Alle derzeitigen Religionssysteme tragen an sich noch die Spuren und Eigenheiten der Evolutionsstufe, in der sie entstanden sind, wobei allerdings alle auch gezwungen sind, in sich Eigenheiten und Modifizierungen aufzunehmen, die durch wissenschaftliche und politische Evolution inzwischen Eingang in die Gesellschaften gefunden haben.


Der Dalai Lama akzeptiert inzwischen "westliche" politische Kategorien, im Judentum, Christentum und Islam gibt es liberale Strömungen neben orthodoxen Haltungen usw.
Wie soll nun eine Entwicklung der Religionssysteme in Richtung auf die Grundlagen des allharmonischen III. HLA hin erfolgen?

7.23.1 Grundwissenschaft und bestehende Religionssysteme

Hierzu schreibt Krause:


"Wenn man also sagt: dies oder jenes, was die Wissenschaft (gemeint ist die Grundwissenschaft) lehrt, stimmt überein mit Vedam, Bibel, Koran usw. so entscheidet dies hierbei gar nichts. – Die Menschheit bedarf vielmehr zu der gottähnlichen Vollwesenung ihres Lebens des Einen Religionsbegriffes, der in der Einen Wissenschaft als deren Inglied hervorgeht, und mit dem ganzen Wesen-Schaugliedbau, dem or-, ur-, ewig-, zeitlich-, urzeitewig-, omwesenlichen, übereinstimmt, und dann fragt sich umgekehrt: ob damit Mosestum, Christentum, Islamtum u.d.g. übereinstimmt. Man kann allerdings den Wesenschaugliedbau das System der reinen Vernunft nennen, wenn unter reiner Vernunft das Vermögen des Wesenschauns und Wesengliedbauschauns verstanden wird. Dieser ewige, für alle Welten geltende Religionslehrbegriff ist hier seiner Grundlage nach mitgeteilt; er wird zu seiner allseitigen Ausführung in vollwesentlicher Gestaltung gebracht werden; die Menschheit wird ihn zu dem ihrigen machen  und dann erst, wenn diese untere Teilbedingnis in der Menschheit selbst erfüllt ist, wird Gott auch dieser Menschheit sich eigenleblich, inniger und reicher offenbaren, dann erst wird Reinwesenvereinleben möglich und wirklich werden.
Aber es findet sich allerdings, dass der Wesenschaugliedbau mit vielen Grundlehren des Vedamtumes, Mosestumes, Christentums und Islamtums übereinstimmt. Diese Übereinstimmungen können vielleicht eine Teil-Mitte der Vereinigung von Geist, Herz und Leben werden, und die Menschen bewegen, dass sie die Abweichungen der religiösen Überzeugungen wechselseitig in gottinniger Geschwisterliebe tragen. Dann werden diese Widerklänge, bei immer tieferer Verständigung sich lösen.
Auf diese Übereinstimmungen legen wir für die Anerkenntnis der Wahrheit , deren ewiger Ort unmittelbar in Gott ist, in der Gottschauung ist, was uns als wissen­schaftsforschende Denker betrifft, gar kein Gewicht. Wohl aber hat dieses Über­einstimmen untergeordneten, sehr großen Wert in der Geschichte der Menschheit und für die steigende Ausbildung, für die Kunstwissenschaft und Kunstübung der Gottinnigung der Menschheit."
Die umseitige Grafik stellt diesen Zusammenhang her. Hinsichtlich der Evolution der Religionssysteme sind daher eine Reihe von Bewegungen, Entwicklungen und Verbindungen bzw. Trennungen und Verschärfungen der Feindschaften möglich.
Derzeit erfolgt z. B. eine Zunahme der Feindschaft oder Spannung zwischen Islam a, Christentum b und Judentum c. Die Zunahme der Spannungen in Europa, aber auch in Asien ist systemtheoretisch insbesondere dadurch bedingt, dass die isla­mischen Systeme a eindeutig Modernisierungsverlierer sind und durch den Bezug auf die glorreiche Vergangenheit des Islam einen Selbstwerterhalt versuchen, der mit fundamentalistischen Bezugssystemen in Verbindung steht.

Internationale Identitätswertverluste werden hierdurch ausgeglichen. Die religiösen Ebenen sind vor allem mit politischen verbunden, der Fundamentalismus ist politisch besonders in den wirtschaftlich labilen Schichten leicht verbreitbar. Die in den modernen Gesellschaften des Westens erreichte Trennung von Religion und Politik soll in den fundamentalistischen Strömungen des Islam verhindert bzw. rückgängig gemacht werden.91 Teile des Islams versuchen – wie jede reaktive Strömung eines etablierten Religionssystems – auch in der Antwort auf die Moderne folgende Lösung: Moderne Technologie soll übernommen und auch voll genützt, in moralischer, sozialer und politischer Hinsicht sollen jedoch die alten Wertsysteme wieder eingeführt werden.

Das Spannungsfeld ist daher gekennzeichnet durch Disparitäten im internationa­len Schichtungssystem mit den umliegenden "entwickelteren" Staaten. Zunehmen­der Antichristianismus und Antisemitismus finden darin ihre Trendverstärkung. In Indien etwa finden sich Spannungen zwischen Muslimen und Hindus usw., die dort in andere komplizierte Systemdaten eingebettet sind.
Aus dem Allbegriff ergeben sich eine Vielzahl von Möglichkeiten, die bestehen­den Religionssysteme zur Vollendung des Ideals wi zu bringen:
 Vergleich des Urbilds wi mit dem geschichtlicher Zustand

Theoretisch wäre es möglich, dass jedes Religionssystem in seiner vielfältigen historischen Ausformung direkt mit dem Urbild der Religion verglichen wird und aus dem Vergleich Musterbilder für eine Entwicklung ausgearbeitet werden.


 Grundlage für Versöhnungsdialoge ohne Urbild wi

Durchbrechen zu enger (historisch etablierter) Differenzpotentiale und Anerken­nung der universellen göttlichen Urquelle von a) bis c) usw. Es entwickeln sich dann gleichsam übergeordnete Instanzen über den Systemen, welche für alle Systeme gemeinsame Grundwahrheiten anerkennen, formulieren und realisieren. Zum Beispiel: Die Lehre der Religionsgründer meinte stets die mit Gott vereint lebende Menschheit.


Natürlich könnten die Grundlagen der göttlichen Rationalität der Grundwissen­schaft der Religion zur Herstellung dieser übergeordneten Instanz dienlich sein.
 Hindernisse

Eine der entscheidenden Schwierigkeiten für die Vereinigung der Religiosität aller Völker der Erde ist natürlich die historisch durch ihre Spannungen bedingte wechselweise Beurteilung. Viele Religionssysteme erklären ihren Mitgliedern, dass ihre Religionsform die allen anderen überlegene sei. Die Auserwähltheit des "Volkes Israel", die religiöse Verwerfung des Judentums durch das Christentum und die Ablehnung des Islams sowie die Überlegenheitsvorstellung des Islam gegenüber Juden- und Christentum (Mohammed als "Siegel der Propheten") sind derzeit typisch.


Derartige Vorstellungen der "Auserwähltheit" der Mitglieder einer bestimmten Religionsgemeinschaft sind selbst eine unerschöpfliche Quelle der Unterdrückung und Diskriminierung der Mitglieder anderer Religionsgemeinschaften, zumeist natürlich eingebettet in politische Zusammenhänge im Rahmen der Instrumentali­sierung religiöser Vorurteile.
Im Rahmen des Antisemitismus hat das Verhalten der katholischen Kirchen eine jahrhundertlange Spur entsetzlicher Abwertung, Misshandlung und Diskriminie­rung gegen das Judentum gezogen.
Im Nationalsozialismus hat sich aber neben den bereits vorhandenen christlichen Diskriminierungen noch eine andere Art der Religiosität entwickelt. Arische Reli­gionselemente wurden "wiederbelebt" und sowohl dem "römischen" Christentum als auch dem Judentum gegenübergestellt. Es ging hierbei im Wesentlichen darum, dass nicht erst in der nationalsozialistischen Zeit, sondern schon früher eigene religiöse Strömungen jenseits des Christen- und Judentums entstanden, welche, im Rahmen völkischer oder rassischer Überlegenheit eingesetzt, Unterdrückungspotentiale für andere Gruppen bildeten. Auch Studien über die okkulten Hintergründe des Nationalsozialismus gehören in diesen Bereich.
Wenn wir uns das Gleichnis der geraden Linie, das schon oben behandelt wurde, vergegenwärtigen, können wir daran die Problematik der verschiedenen Reli­gionssysteme gleichnishaft sichtbar machen.

Die etablierten Religionssysteme sind je ein Segment in Linie (3), z. B. als a1, a2, a3 usw. Sie blicken jeweils einerseits "nach oben" in Richtung der Linie u und Linie (1), sie blicken aber auch "neben sich" und sprechen den anderen Religionssystemen ab, dass sie in gleicher Weise Zugang zu den unendlichen und unbedingten Grundlagen besitzen.


Die Wissenschaft von der geraden Linie enthält alle  auch religiösen  Teilsysteme in der Linie (3) in sich. Sie erkennt vor allem einerseits, ausgehend von der Linie (1), alle Teilsysteme in sich nach einer logischen Gliederung (Deduktion), sie kann aber auch von einem Teilsegment in Linie (3) ausgehend, nach oben oder zur Seite blicken (Intuition) und sich und alle anderen Teilsysteme neben sich mit den unendliche Grundlagen der Linie (1) vereint erkennen. Was jedoch besonders wichtig ist: Es wird wohl niemand auf die Idee kommen, sich deshalb für "auserwählt" oder gegenüber anderen als überlegen zu betrachten, weil er die "Wissenschaft der geraden Linie" erkennt. Das wäre etwa ähnlich absurd wie die Vorstellung, dass jene Erwählte seien, welche den pythagoreischen Lehrsatz verstehen.
So kann vielleicht bildlich gezeigt werden, wie unsinnig es wäre, sich deshalb, weil man die Grundwissenschaft erkennt, als "auserwählt" zu betrachten. Keine Person, kein Volk, keine Gemeinschaft darf sich mit derartigen Überlegungen auf die Wesenlehre berufen. Sie ist weder eine deutsche Lehre noch eine europäische, sie ist nicht einmal eine planetare, sie gilt bekanntlich in allen Planetensystemen des Weltalls gleichermaßen. Sie ist aber in der Lage, alle bisherigen Religionssysteme friedlich in sich zur Vollendung zu bringen, ähnlich wie die "Wissenschaft von der geraden Linie" alle unendlich vielen Teilsysteme in sich enthält und jedem seinen Platz lässt.

7.23.2 Die bisherige synthetische Tradition

Wir haben in diesem begrifflichen Rahmen das weite Gebiet der esoterischen, okkulten, gnostischen Traditionen der Geheimlehren dieser Erde zu erwähnen. Darunter seien hier in einer etwas vereinfachenden Weise Traditionen zu verstehen, welche jenseits der etablierten und organisierten Religionsverbände den jeweiligen religiösen Gehalt vertiefend, dem Einzelnen oder Gruppen (zumeist in Geheimgesellschaften) einen Zugang zum Heiligen, Göttlichen, u. U. durch stufenweise Initiation, vermitteln. Im Sinne der Art der Gottvereinigung, welche nach dem Urbild der Menschheit in Zukunft die gesamte Menschheit erreichen soll, handelt es sich bei diesen Traditionen um Vorstufen.


Auch hier gibt es natürlich Richtungen, welche eine Strömung gegen eine andere in Überlegenheitsmanier einsetzten, aber wir haben auch die beachtlichen Versuche zu würdigen, verschiedene esoterische Strömungen immer wieder zu neuen Synthesen zu bringen.
So schreibt etwa Papus:92
"Heute wie immer gibt es Menschen, die die Einheit der Wissenschaften und der Kulte erfassen. Erhaben über allen religiösen Fanatismus, beweisen sie, daß alle Kulte nur Dolmetscher einer und derselben Religion sind. Erhaben über allen philosophischen Fanatismus, beweisen sie, daß alle Philosophien nur Ausdruck einer und derselben Wissenschaft sind. Wenn man dem Katholiken, dem Juden und dem Hindu gezeigt hat, daß ihre Kulte im Grunde dieselben, von Christus wiederbelebten Symbole bergen, wenn durch sie allen verständlich geworden ist, daß Jehova, Jupiter, Osiris, Allah alle nur verschiedene Auffassungen eines und desselben Gottes sind, wenn so aus ihnen die Einheit des Glaubens offenbar geworden ist, dann sprechen sie zum Philosophen. Sie zeigen dem Materialisten, daß er nur eine Seite der Natur gesehen hat, daß jedoch seine Beobachtungen richtig sind. Sie zeigen dem Idealisten, daß auch er nur eine Fläche der Wahrheit gesehen hat, daß er jedoch seinerseits ebenfalls Recht hat. Sie idealisieren den Materialismus und materialisieren den Idealismus und proklamieren so die Einheit der Wissenschaft im Gleichgewicht, das sich aus der Analogie der Kontraste ergibt. Darnach, noch höher steigend, öffnen sie die Augen dafür, daß Polytheismus und Monotheismus nur zwei verschiedene Auffassungen eines und desselben Glaubens sind, ebenso wie Idealismus und Materialismus nur zwei verschiedene Auffassungen einer und derselben Wissenschaft darstellen. Da im weiteren Wissenschaft und Glaube nur zwei verschiedene Auffassungen der einzigen ewigen Wahrheit sind, proklamieren sie die Einheit von Religion und Philosophie in der gleichen Synthese."
Sie lehren also, dass die Essenz aller Wissenschaft und Religion die unendliche und unbedingte Wesenheit Gottes ist. Wie wir aber oben zeigten, und auch dies ist eine wichtige ewige Regel in der Wesenheit Gottes, gibt es eine Evolution der Wissenschaft und der Religionssysteme nach den Grundsätzen der Hauptlebensalter der unendlichen Menschheit und einer jeden darin enthaltenen Menschheit auf einem Himmelskörper. Und im Sinne des anbrechenden III. Hauptlebensalters stellen die Kategorien der absoluten und unendlichen Göttlichkeit der Grundwissenschaft den Rahmen dar, in welchem alle bisherigen Formen der Wissenschaft und Religion, von deren Synthesen Papus spricht, ihre neue Allheimat (Or-Om-Heimat) finden sollen. Wie bereits vorne erwähnt, ist zwischen Synthesen aller bisherigen Systeme der Wissenschaft und/oder Religion und dem Ur-Neuen des III. Hauptlebensalters zu unterscheiden.


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