rrazn online Hypertext Manual


Was heißt "Online-Manual"?



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Was heißt "Online-Manual"?

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Beiträge zum Thema, welche von anderen Autoren im Internet online gestellt sind, können im Literaturverzeichnis unter 8 aufgenommen werden.

Einleitung

Die Entwicklung der Menschheit im vorigen Jahrhundert – vor allem in Europa – ist neben den Erschütterungen in traditionellen Formen des Krieges zwischen Völkern und Staaten durch in diesen Ausmaßen in der bisherigen Geschichte nicht da gewesene Vernichtungsmaschinerien aus Gründen rassischer, religiöser, völkischer und Klassendifferenz gekennzeichnet (Juden- und Armeniervernich­tung, Verfolgung religiöser und ethnischer Minderheiten in Bosnien und im Kosovo, Massenvernichtung von Klassen, z. B. Kulaken und Kosaken in der Sow­jetunion usw.). Die Gefahren fundamentalistischer politisch-religiöser Auseinandersetzungen sind auch weiterhin – wie die Migrationsdebatte zeigt - nicht gebannt.


Die folgende Arbeit versucht, zu dieser Frage einen neuen Ansatz vorzulegen. Um zu wissen, wie rassische, religiöse sowie völkische Konflikte überwunden werden können, müssen theoretisch weit neuere Grundstrukturen der Analyse gefunden werden, als dies derzeit in den wissenschaftlichen Ansätzen noch der Fall ist.
Ideale: Auszugehen ist im Wesentlichen von einem universalistischen Humanis­mus, der in seinen Grundlagen alle derzeitigen durch Religion, Kultur, Ethnizität, Gesellschaftsformation, Politik, Recht usw. bestimmten und begrenzten Vorstel­lungen von Humanismus überschreitet. Die Suche nach systemunabhängigen Universalien eines globalen Humanismus ist ein äußerst schwieriges Unterfangen. Hierbei werden ungewohnte, neue theoretische Wege beschritten, die nicht allen Lesern zusagen oder sie vielleicht sogar bewegen könnten, das Buch beiseite zu legen. Aus diesem Grunde werden die ersten Teile der Arbeit so ausgeführt, dass auf den vorgeschlagenen universalistischen Humanismus nur hingewiesen wird, ohne dass der Leser unbedingt den zweiten Teil anerkennen oder auch nur durch­arbeiten müsste. Die Studie stellt daher auch in ihrem vorderen Teil eine abge­schlossene Einheit dar, die überwiegend die historisch-pragmatischen und derzei­tigen realen Elemente in einer konzisen Form behandelt. Im zweiten teil wird häufig auf andere Arbeiten der Internetloge.de hingewiesen werden können.
Historische Realität: Bei der Erarbeitung der historisch realen Zustände in den einzelnen Gesellschaftssystemen der Erde erscheinen uns andererseits die bisheri­gen Modelle bezüglich der Einbettung der Diskriminatorik und darin der vielen Rassismus- und Identitätstheorien hinsichtlich der Minderheiten in gesellschaft­liche Gesamtzusammenhänge zu wenig differenziert. Deshalb werden hier neue Vorschläge unterbreitet.
Die Forschungsrichtung geht also von einem universalistischen Humanismus aus, bleibt nicht in den Forschungen über die Erschließung der Vergangenheit und die Erfassung gegenwärtiger Konflikte stehen, sondern versucht, für die zukünftige Entwicklung der Menschheit, aller ihrer Rassen und Völker wie auch ihrer Religionen neue Horizonte zu öffnen. Es sei hier angemerkt, dass sich dieser Ansatz in keiner Weise in der derzeitigen Theoriediskussion auf der rechten oder linken Seite einordnen lässt. Er enthält vielmehr diese beiden sich evolu-tionslogisch bekämpfenden Ansätze als Modellgegebenheiten in sich. Er überwindet einerseits alle Versuche, die Zukunft mit irgendwelchen traditionalistischen Rückbezügen auf Werte in der Vergangenheit zu gestalten, hält aber andererseits die bisherigen "progressiven" Ansätze für eine Gesellschaftsveränderung für zu kurz und mangelhaft.
Mit Nachdruck sei auch hier eingangs betont, dass zur Erreichung der im letzten Teil vorgeschlagenen Ziele ausschließlich "gute" und friedliche Mittel eingesetzt werden dürfen. Der Ansatz eignet sich nicht für gewaltsame Umstürze, politische Polemik, List oder aggressive Mittel der Umsetzung und Machiavellismus.
Das heutige Befremden darüber, derartige universalistische Perspektiven zu eröffnen, könnte mit demjenigen verglichen werden, welches in Frankreich oder Deutschland vor 200 Jahren den Ideen eines vereinten Europa entgegengebracht wurde. Und doch werden derzeit diese Konzepte einer Integration Europas in politischer, wirtschaftlicher, kultureller und sozialer Hinsicht bereits bis in die Verzweigungen des täglichen gesellschaftlichen Lebens hinein umgesetzt.
Die Zukunftsperspektive der Menschheit dieses Planeten ist ebenso einfach wie gefährlich: Entweder es wird ihr gelingen, die Differenzen zwischen Rassen, Völkern und Religionen zu harmonisieren oder unabsehbares Elend wird die Folge sein. Diese Abstimmung umfasst natürlich alle im Folgenden skizzierten Diskriminierungen. Das Schwergewicht wird jedoch auf Rassismus und religiöse Diskriminierung gelegt.
Die Arbeit beginnt mit einem Atlas, der einen ideologischen Aufriss des Migrationsproblems in Österreich versucht. Es sei bereits eingangs festgehalten, dass es sich hier nicht um eine wissenschaftliche Darstellung der Materie handelt. Die Skizze dient lediglich der Erfassung der ideologischen Milieus, die wiederum reiches Anschauungsmaterial für systemtheoretische Rassismus- und Ideologiekritik liefern. Die Darstellung ist daher oft schlagwortartig verknappt und durch Grafiken gegliedert.

Der Begriff "Diskriminatorik" wird neu eingeführt. So wie der Begriff Rhetorik nicht den Vorgang der Rede allein umfasst, sondern die Summe aller theoretischen und praktischen Aspekte des Redens einschließt, soll unter Diskriminatorik die Summe aller theoretischen und praktischen gesellschaftlichen Aspekte des Vorganges der Diskriminierung verstanden werden. Diskriminatorik wäre dann die Wissenschaft, die sich mit Diskriminierung beschäftigt, die Diskriminierungskunde.


Im Verhältnis zwischen einer Mehrheitsgesellschaft und diskriminierten Minder­heiten versteht sich die Arbeit als eine übergreifende theoretische Gesamtgrund­lage für die Erarbeitung zunehmend optimierter praktischer Lösungen zur Behe­bung konkreter Probleme der Diskriminierung unter direkter Einbindung der Minoritäten und ihrer Vertreter in politische Gestaltungs- und Entscheidungspro­zesse. Dieses Handbuch kann in keiner Weise als bevormundende Unterlage für eine einseitige paternalistische Betreuungspolitik der Mehrheit gegenüber Min­derheiten benutzt werden, was durch die universalistischen Ansätze eigentlich unmittelbar ausgeschlossen wird.



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