Einleitung



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Authoring Software

Für das Erstellen von Lerneinheiten zur Veröffentlichung auf dem Internet braucht es leistungsfähige Tools, die das Kombinieren von unterschiedlichsten Medien, das Hinzufügen von Interaktionen mit den Lernenden und einer Überwachung der Lernfortschritte, sowie eine schnelle Anpassung an Inhaltsänderungen ermöglichen. Zusätzlich sollte die erstellte Lerneinheit plattformunabhängig, zentral verwaltbar und individuell anpassbar sein. Für die Erfüllung all dieser Anforderungen gibt es viele Ansätze und Standards, wie z.B. das Shareable Content Object Reference Model (SCORM) für die Erstellung von XML Dateien mit Metadaten für den Inhalt einer Lerneinheit. Eines der wichtigen Dokumente zur Gestaltung von Lernsystemen ist die von der IEEE Computer Society herausgegebene Definition der Learning Technology Systems Architecture (LTSA), welche umfassend die Anforderungen und benötigten Relationen an die verschiedensten Systeme je nach ihrem Einsatzgebiet beschreibt. Die Untersuchung dieser Standards mit ihren Vor- und Nachteilen würden aber den Rahmen dieser Arbeit um ein Vielfaches sprengen. Aus diesem Grund beschränken wir uns auf eine knappe Marktübersicht sogenannter Authoring Programme. Diese Art Programme hat zum Ziel, unter Einbezug der verschiedensten Quellen wie Ton, Video, Text und Animationen, eine Anwendung entwickeln zu können, ohne diese direkt programmieren zu müssen. Sie soll vielmehr auf eine graphische Weise programmiert werden, d.h. im Idealfall nur durch “point&click“. Ohne ein Minimum an Programmierkenntnissen kommt allerdings kaum ein Authoringsystem aus, da z.B. Berechnungen oder Ähnliches sicher schneller auf konventionelle Weise programmiert sind. Die Marktübersicht besteht aus einer Auflistung wichtiger Authoringtools und deren Charakterisierung in tabellarischer Form. Basierend auf den Erläuterungen und Untersuchungen haben wir nur eine beschränkte Auswahl an Kriterien und Programmen, die unter [2] ausführlich diskutiert werden, getroffen. Unsere eigenen Untersuchungen beschränken sich auf die von Macromedia zur Verfügung gestellte Software Authorware 6.5, welche wir der tabellarischen Übersicht anfügten, nachdem wir die entsprechenden Punkte überprüft hatten.

Macromedia Authorware 6.5

Um eine Lerneinheit zu implementieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine wäre, alles von Hand oder mit einem HTML Editor zu programmieren. Stehen aber in der Spezifikation des Lernsystems Dinge wie eine Aufzeichnung des Lernerfolges der Studenten oder individualisierbare Lerneinheiten, würde der Aufwand, ein solches System nur mit diesen Mitteln zu kreieren, zu gross werden. Hier kommt die Authoringsoftware ins Spiel. Diese ermöglicht es, Lerneinheiten graphisch zu strukturieren, unterschiedliche Medien einzubinden und die Verwaltung der Inhalte durch verschiedene Endbenutzer Oberflächen für Administrator, Lehrer oder Studenten zu vereinfachen.


Nun gibt es Software, welche versucht, von der Erstellung über die Verwaltung bis zur Auswertung von Statistiken bereits alles zu bieten. Hierzu gehört z.B. WebCT, welches für Universitäten ein umfassendes Paket liefert, das von der Benutzerverwaltung, Oberfläche für die Administration und Lehrer, Programme wie Formeleditoren und Ressourcenverwaltung bis zur Forenintegration oder E-Mail-Möglichkeit (fast) alles bietet. In vielen Fällen kann man die Änderungen wie z.B. neue Gruppenzusammenstellungen oder Inhaltsupdate mit Hilfe eines Webinterfaces vornehmen. Der Einsatz einer solchen Software eignet sich aber nur, falls auch eine grössere Anzahl Studenten die Zielgruppe ist und diese Möglichkeiten von grossem Vorteil sind, da so der Verwaltungsaufwand klein bleibt. Ein solches System kann nur von Informatikexperten aufgesetzt und überwacht werden, eignet sich daher kaum für den Einsatz als Schulungstool für kleinere Gruppen. Hier setzt Macromedia mit Authorware ein Zeichen. Diese Software bietet kein Webinterface oder schon fertige Auswertungsmodule für Statistiken oder gar eine Gruppenverwaltung. Mit ein wenig Aufwand, kann dies aber alles mit Authorware implementiert werden. Einfacher wäre es aber, Schnittstellen wie SCORM zu nutzen, um Daten über Lernfortschritt und Benutzer an einen Server zu übermitteln, welcher dann mit der für diesen Standard vorhandenen Software, die Daten darstellt.
Authorware ermöglicht sowohl einem Ein-Mann-Team, als auch einer Gruppe von professionellen Entwickler die Entwicklung einer eigenen Lernsoftware. Erfolgreich eingesetzt wurde das Programm bereits von vielen bekannten Firmen aus Industrie und Militär, welche damit ihre Schulungssoftware geschrieben haben.

Authorware 6.5- Ein Überblick

Mit Authorware kann man Anwendungen für die Veröffentlichung auf CDROM oder anderen Medien sowie dem Internet entwickeln. Um die Anwendung verwenden zu können, braucht man den Authorware Web Player, welcher unter [3] herunterzuladen ist. Der Vorteil in diesem Ansatz liegt darin, dass Plattformunabhängigkeit durch die Programmierung eines Web-Players für die jeweilige Plattform erreicht werden kann.






Flussgraph in Authorware

Die Anwendung an sich wird durch einen Flussgraphen strukturiert, wie er in Abbildung 5 zu sehen ist. Durch Einfügen von Verzweigungen und Sprüngen kann der Verlauf beliebig gestaltet werden. Um auch bei grösseren Projekten den Überblick zu behalten, kann man Elemente auf dem Flussgraphen zusammenfassen und diese durch ein Gruppenelement repräsentieren. Erst beim Doppelklick darauf öffnet sich eine Anzeigefenster, das die gruppierten Elemente zeigt. Dieses erhält eine um eins tiefere Levelzuordnung als jenes, das die Elemente der Gruppe nicht einzeln zeigt, was in Abbildung 6 bei den beiden Flussgraphen links im Bild an der Levelnummer zu erkennen ist.

Für Elemente, die sich durch eine ganze Lektion ziehen sollen, wie z.B. die Hilfebuttons oder die Navigation, kann man die Lektionen an ein Framework Element hängen, wo dann die statischen Elemente für die gesamte Lektion definiert werden. Interessant ist auch, dass einmal auf dem Flussgraphen gesetzte Elemente angezeigt werden, bis diese wieder durch einen Befehl entfernt werden. So kann man also ein Hintergrundbild durch einmaliges Einsetzen definieren, und es muss nur einmal geladen werden- im Gegensatz zu einem Hintergrundbild, das auf mehreren Webseiten erscheinen soll. Die einzelnen Elemente auf dem Flussgraphen haben unterschiedliche Parameter und können z.T. Scripts enthalten. Durch die vielen bereits vorhandenen Beispiele oder sogenannten Knowledge Objects, können eine Hilfefunktion, Tests oder komplizierte Navigationen schnell erstellt werden. Bei der Verwendung von Knowledge Objects unterstützen Assistenten den Entwickler bei der Anpassung des Objektes auf die eigenen Bedürfnisse. So ist zum Beispiel ein Quiz ein Knowledge Object und kann mit relativ wenig Aufwand implementiert werden. Setzt man nicht auf Plattformunabhängigkeit, können auch externe Programme wie ActiveX Controls oder Funktionen in Dynamic Link Libraries (DLL) aufgerufen werden. So könnte z.B. eine Mathematik DLL erstellt werden, welche die Mathlab C++ Bibliothek benutzt um Berechnungen durchzuführen. Diese könnte dann wiederum von Authorware weiterverwendet werden.




Authorware Oberfläche

Die Benutzeroberfläche ist sehr übersichtlich, und nach dem Durcharbeiten des ausführlichen Tutorials kann man erste Erfolge verzeichnen. Ein tieferes Verständnis der Software erfordert wegen ihren vielen Möglichkeiten verständlicherweise eine längere Einarbeitungszeit. Danach kann auch ein Einzelner durchaus Lerneinheiten entwickeln, die sich mit universitären Online-Kursen messen können.

Untersuchung von Authorware 6.5

Produktion von Kursmaterial

Kursmaterial kann in Authorware direkt produziert werden, da z.B. ein Editor für Dateien im Rich Text Format (RTF) integriert ist. RTF Dateien können mit Bilder, Ton, Formeln und vielem mehr versehen werden. Meistens wählt man aber den Weg über externe Programme wie Word, Grafikprogramme, Animationssoftware u.s.w., um den Inhalt zu generieren. Durch die guten Importfunktionen können aus allen Windowsapplikationen, die OLE unterstützen, Objekte integriert werden. Ebenfalls werden ActiveX Controls unterstützt, und es existieren sogenannte Xtras, die zusätzlich eingesetzt werden können, um z.B. einen kompletten Browser innerhalb der Lernapplikation zu realisieren. Wenn aber Plattformunabhängigkeit das höchste Ziel ist, sollten OLE Objekte möglichst vermieden und Animationen oder Präsentationen vielmehr in Flash realisiert werden.
Soll eine Hilfefunktion oder ein Glossar hinzugefügt werden, bietet Authorware diese Funktionalität bereits fast fertig implementiert. Durch die vielen Beispiele, die mitgeliefert werden, kann man sich viele Komponenten durch kleine Anpassungen aus diesen zusammenstellen. Die Erstellung des Glossars ist möglich, da Authorware das aktuell markierte Wort in einer Variable speichert und somit ein Glossar, ohne ein Wort eingeben zu müssen, direkt realisiert werden kann. Die aktuelle Lernumgebung wird durch viele solche Statusvariablen beschrieben und bieten dem Entwickler viele Möglichkeiten abzufragen, was der Anwender gerade macht oder wie gut er etwas macht. Ein Webinterface zum Update von Inhalten oder Benutzerverwaltung ist leider nicht vorhanden, kann aber mit Authorware entwickelt werden. Wünschenswert wäre auch eine gewisse Flexibilität bei den Inhalten, womit gemeint ist, das man diese auch nach der Erstellung der Lerneinheit noch verändern kann, ohne die Lernapplikation selbst bearbeiten zu müssen. Teilweise wird dies durch die Einbindung von externen Dateien in Authorware Applikationen möglich gemacht. Die Verweise auf diese können mit dem integrierten MediaBrowser verwaltet werden und ermöglichen so eine gewisse Flexibilität.

Individualisierung und Applikationsinterface

Authorware bietet viele Individualisierungsmöglichkeiten. Als Beispiel sei genannt, dass z.B. ein Lernpfad gemäss Vorkenntnissen zusammengestellt werden könnte. Dazu würde man beim Einstieg in den Kurs einige Fragen stellen, diese auswerten und gemäss dem Resultat den entsprechenden Lernpfad vorschlagen. Dies ist durch die Verzweigungen/Links, welche durch Bedingungen erweitert werden können, einfach realisierbar. Auch Parameter wie Hintergrund oder Layout, liessen sich so anpassen, wobei in Frage gestellt sei, ob der Aufwand im Bezug auf einen höheren Lernerfolg vertretbar ist. Wichtig wäre auch, dass auf einfache Art und Weise der Benutzer eigene Notizen an beliebigen Stellen des Kurses einfügen kann. Diese Funktionalität ist leider nicht vorhanden und könnte nur mit viel Aufwand selbst implementiert werden.
Bezüglich Interface ist der Entwickler völlig freigestellt, er kann seine Ideen frei verwirklichen. Es gibt bereits einige Beispiele, welche sich auf die eigenen Bedürfnisse anpassen lassen. Man kann aber genauso gut bei Null beginnen und ein eigenes Konzept entwerfen. Um den privaten Bereich zu schützen, kann mit “point&click“ ein Passwortschutz implementiert werden. Auch die Schlüsselwortsuche wird sehr erleichtert, da auch Bilder und andere Ressourcen in Authorware mit Schlüsselwörtern versehen werden können. Eine Suchfunktion für Schlüsselwörter wird bereitgestellt.

Pädagogische Tools und Kommunikation

Will der Kursleiter die Fortschritte der Studenten überwachen, Statistiken über die Nutzung diverser Angebote machen oder einfach den Studenten selbst ein Tool zur Kontrolle ihrer Fortschritte bieten, dann liegt man bei der Wahl von Authorware bestimmt richtig. Erstens könnte man für Testzwecke oder für kleine Zielgruppen die Erzeugung einer Textdatei in Betracht ziehen und dort die Systemvariablen, sowie benutzerdefinierte Variablen, zum Abspeichern des Lernfortschrittes benutzen. Die Systemvariablen enthalten Informationen wie z.B. markiertes Wort, aktuelle Seite, gewählte Objekte, ob die letzte Antwort auf eine Frage richtig war u.s.w. Die zweite Möglichkeit wäre die Nutzung des CMI Standards. Dieser beschreibt ein international festgelegtes Protokoll zum Austausch von Informationen über Status und Lernfortschritte von Benutzer mit einem Server. Auf diesem läuft eine Software zu deren Aufzeichnung und Verwaltung, welche auch auf bestimmte gesendete Informationen reagieren und mit dem Benutzer interagieren könnte. Bezüglich Kommunikation via Email, Chaträumen oder Foren gibt es keine Komponente, die bereits vorhanden und nur noch einzubinden wäre. Da aber die Einbindung eines kompletten Internetbrowser als Objekt möglich ist, könnte man hier auf herkömmliche, auf dem Internet zum Teil frei verfügbaren und bereits fertigen Foren oder Emailseiten zurückgreifen. Eine Integration einer solchen Komponente in Authorware wäre aber wünschenswert.

Übungen und Tests

Um das Gelernte zu überprüfen, sollte eine Software zur Erstellung von Kursseiten natürlich die Erstellung von Übungs- oder Prüfungsseiten ermöglichen. Weiter sollte dies möglichst mit einem Assistenten schnell und unkompliziert zu machen sein, ebenso wie die Verwaltung von den dazugehörigen Fragen und Antworten. Genau das bietet Authorware dem Benutzer an, und nach drei bis vier Stunden hat er seine erste Übungsseite mit Hilfe des Tutorials erstellt. In Authorware gibt es die Möglichkeit, Antworten durch Anklicken der Lösung, des richtigen Bildes, sowie der richtigen Anordnung von verschiebbaren Objekten oder dem Einfüllen von fehlenden Wörter, zu geben. Weiter besitzt es einfache eingebaute Textanalysen für kurze Textantworten, die Möglichkeit eigene Fragetypen und Textanalysen zu entwerfen sowie einen Assistenten dafür zu erstellen. Eine Auswertung und die Reaktion auf die gegebenen Antworten ist selbstverständlich möglich, kann sogar zur Steuerung des weiteren Lernpfades verwendet werden. Zur Zeitbegrenzung oder Zeitmessung stehen ebenfalls sehr einfach zu konfigurierende Komponenten zur Verfügung, was gerade bei Prüfungen oder zur eigenen Kontrolle wichtig ist.

Fazit

Für das Erstellen einer Kursapplikation, welche plattformunabhängig ist, stellt Authorware bereits sehr viel an Funktionalität zur Verfügung. Beschränkt man sich auf die Windowsanwender, bietet es noch viel mehr, da dann z.B. Dynamic Link Libraries und andere plattformabhängige Objekte eingebunden werden können. Ideal ist die Software für kleinere Projekte, da auch Kurse, welche unabhängig von Internet und Servern sind, schnell entwickelt werden können. Für die Entwicklung einer e-Learning Plattform für eine Universität bietet die Software aber zu wenig Möglichkeiten zur Verwaltung der Daten auf verschiedenen Ebenen unabhängig vom Hauptprogramm. Für diese Zwecke wurde die Software aber offensichtlich auch nicht entwickelt. Es spräche aber viel dafür, mit Authorware erstellte Kurse innerhalb der e-Learning Plattform zu verwenden, um bestimmte Zusammenhänge durch Animationen, Videos und Ton erklären zu können. Eine solche Kurseinheit haben wir nun erstellt, und sie kann hier betrachtet und getestet werden. Hierzu ist, wie bereits erwähnt, der Authorware Web-Player notwendig, welcher hier bezogen werden kann. Nun folgt noch die Übersicht über gängige Authoringsoftware in tabellarischer Form.

Übersicht über gängige Authoring Software



Umgebung für Studenten

 

 

 

 

 

 

 

 

Zugriff zum Kursmaterial

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blackboard

DLS

IBT

Learning Space

Toolbook

Top- Class

WebCT

Authorware 6.5

Schlüsselwortsuche

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Ergonomisches Interface

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Individualisierung

Individueller Lernablauf

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Wiederaufnahme bei letztem Standort

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Eigene Notizen beim Kursmaterial anfügen

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Passwortschutz (login)

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Kommunikation*

Diskussionsforen

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One-to-one Email

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Pädagogische Tools

Lernfortschritt verfolgbar

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