Die Verben


a- Stämme ja- Stämme wa- Stämme ir-/ar- St



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a- Stämme ja- Stämme wa- Stämme ir-/ar- St.

Sg. Nom.

wort

wort

Wort

stucki

stücke

Stück

kneo,knio

knie

Knie

lamb

lamp

Lamm

Gen.

wortes

wortes

Wortes

stuckes

stückes

Stückes

knewes

knie(we)s

Knies

lambes

lambes

Lammes

Dat.

worte

worte

Wort

stuckien, stucke

stücke

Stück

knewe

knie(we)

Knie

lambe

lambe

Lamm

Akk.

wort

wort

Wort

stucki

stücke

Stück

kneo, knio

knie

Knie

lamb

lamp

Lamm

Pl. Nom.

wort

wort

Wörter

stucki

stücke

Stücke

kneo, knio

knie

Knie

lembir

lember

Lämmer

Gen.

worto

worte

Wörter

stuckeo, -io,-o

stücke

Stücke

knewo

knie(we)

Knie

lembiro

lember(e)

Lämmer

Dat.

wortum

worten

Wörtern

stuckim, -in, -um

stücken

Stücken

knewum, -un

knie(we)n

Knien

lembirum

lember(e)n

Lämmern

Akk.

wort

wort

Wörter

stucki

stücke

Stücke

kneo, knio

knie

Knie

lembir

lember

Lämmer

Die Entwicklung der Flexion verläuft in vielen Aspekten gleich wie bei den maskulinen Stämmen.

Singular:

Die a-, ja-, wa- Stämme fallen im Sg. zusammen. Die unterschidlichen Formen im Nominativ und Dativ Sg. bei den a- Stämmen (wort - worte) werden durch die Apokope abgeschafft. Da bei den ja- Stämmen das auslautende -e im Nom. Akk. Sg. auch apokopiert wurde, weisen beide Stämme keine Unterschiede mehr auf. Ganz konsequent gilt diese Tatsache jedoch erst im Nhd. Der Prozess der Apokope wird bei den einzelnen Wörtern sehr unterschiedlich realisiert. Einige werden bereits im Mhd. apokopiert, einige andere erst später, sodass es lange die Doppelformen gibt. Bei den wa- Stämmen geht -w- in den obliquen Kasus verloren oder kommt nur noch in sehr wenigen Einzelfällen vor. Bis zum Nhd. wird völlig beseitigt und die Dekl. der wa- Stämme wird zugunsten der w- losen Formen ausgeglichen.



Plural:

Im Mhd. ist noch die Nullendung im Plural möglich, wie es heute einige Ortsnamen beweisen: Fünfhaus, Sachshaus, die alte Form der Dativendung im Plural: Niederlanden, Mauthausen. Heute weisen nur wenige Wörter die Nullendung im Plural auf: Zeichen, Fenster, die Diminutiva: Mädchen, Häuschen usw. Sehr produktiv zeigt sich die Numerusmarkierung durch die -er Endung (+ der Umlaut), die im Mhd. vorwiegend nur bei den alten ir-/ar- Stämmen verwendet wird (vgl. 4.3.1. und 4.2.1. Punkt 4), z. B: Nom. Sg. blatt, ei, huon, lamp, rint - Nom. Pl. bletter, eier, hüener, lember, rinder. Seit dem 14. Jhd. wird die Endung auch auf Neutra aus anderen Deklinationsklassen übertragen, seit dem Fnhd. auch auf die Maskulina. Bei den umlautfähigen kommt oft auch der Umlaut vor. Bis zum 18. Jhd. gibt es auch die alten Formen ohne die -er Endung, also: Bäder - Bade, Bücher - Buche, Felder - Felde, Kinder - Kinde, Lieder - Liede, Häuser - Hause. In einer Reihe von Wörtern bleiben die Doppelformen der Pluralbildung auch heute erhalten. Diese Substantive tragen dann unterschiedliche Bedeutung: Worte - Wörter, Gesichte - Gesichter, Tuche - Tücher, Lande - Länder, Bande - Bänder.

Die -er Endung bei den Neutra auf -tum setzt sich erst später durch. Im 15. Jhd. sind noch die Formen ohne -er + Umlaut zu beweisen, seit dem 17. Jhd. wird der neue Plural bereits bevoruzugt (15. Jhd. Dat. Pl. fürstentumen -17. Jhd. Dat. Pl. fürstentümern).

Diejenigen ja- Stämme, die erst im Fnhd. apokopiert werden, bekommen auch im Pl die -er Endung: mhd. Nom. Sg. Pl. bilde, geschlechte - nhd. Nom. Sg. Bild, Geschlecht, Nom. Pl. Bilder, Geschlechter.



Die -e Endung im Plural kommt auch bei vielen Neutra vor: Jahr - Jahre, Ding - Dinge, Verhältniss - Verhältnisse. Diese Pluralendung setzt sich bei den Neutra unter dem Einfluss der mask. a- Stämme.

Zu erwähnen ist noch das Subst. Knie, dessen Opposition Sg. - Pl. sich aus der unterschiedlichen Auffassung dessen Silbigkeit ergibt: im Singular wird Knie als einsilbig aufgefasst: [kni:], das auslautende e wird in der Aussprache getilgt. Im Pl. wird Knie als zweisilbig wahrgenommen:[kni:e], indem das auslautende -e als Pluralzeichen ausgenützt und daher auch ausgesprochen wird.

Die neutralen Kollektiva mit der Vorsilbe ge- bewahren im Sg. das auslautende -e, im Pl. weisen sie entweder keine Endung auf, z. B. Gebirge, Gewebe, Gebäude, Gehäuse oder die -e Endung, z. B. Gesetz, Geschrei, Gebein - Gesetze, Geschreie, Gebeine.

Die im Nhd. entstandenen deverbativen ge- Bildungen haben in den meisten Fällen abschätzigen Sinn: Gerede, Gepalapperm Gedudel usw.

Einige Neutra treten zu der schwachen Deklination über, z. B. mhd. bette, ende, hemde, Gen. Sg. bettes, endes, hemdes - Nom. Pl. bette, ende, hemde - nhd. Nom. Sg. Bett, Ende, Hemd - Gen. Sg. Betten, Enden, Hemden - Nom. Pl. Betten, Enden, Hemden.

Die Substantive auf -nis schwanken in dem Genus. Im Mhd. werden sie entweder als neutrale ja- Stämme oder als feminine ō- Stämme dekliniert. Noch im 17. Jhd. kommen beide Varianten vor. Die heute gebrauchte Flexionsweise entwickelt sich konsequent erst im 18./19. Jhd.

Die Bezeichnung des Plurals der Maskulina und Neutra mittels der aus dem Französischen entlehnten Endung -(e)s tritt erst im 17. Jhd. auf, mehr gebraucht wird sie erst im 18. Jhd: Generals, Offiziers, Battaillons, Uhus, Hotels, Autos, Kameras, Bars, Kinos usw. In einigen Dialekten wird diese Endung auch mit den Diminutiven verbunden, z. B. Nom. Pl. Mädchens, Fräuleins, die in der Standardsprache im Pl. keine spezifische Endung aufweisen: Nom. Pl. Mädchen, Fräulein.

4.4.3. Starke Deklination - Feminina

(Bemerkungen zu der Tabelle: „normal“ geschrieben sind die ahd. Formen, kursivgesetzt sind die mhd. Formen, fettgedruckt stehen die nhd. Formen.)


ō- St. n- St. jō- St. i- St. Wurzelnom.

Sg. Nom.

geba

gebe

Gabe

zunga

zunge

Zunge

sunt(i)a

sünde

Sünde

kraft

kraft

Kraft

naht

naht

Naht

Gen.

geba, gebu, -o

gebe

Gabe

zungūn

zungen

Zunge

sunt(i)a

sünde

Sünde

krefti

krefte, kraft

Kraft

naht

naht

Naht

Dat.

gebu, gebe

gebe

Gabe

zungūn

zungen

Zunge

sunt(i)u

sünde

Sünde

krefti

krefte, kraft

Kraft

naht

naht

Naht

Akk.

geba

gebe

Gabe

zunga

zungen

Zunge

sunt(i)a

sünde

Sünde

kraft

kraft

Kraft

naht

naht

Naht

Pl. Nom.

gebā

gebe

Gaben

zungūn

zungen

Zungen

sunt(i)ā

sünde

Sünden

krefti

krefte

Kräfte

naht

naht, nähte, nahte

Nähte

Gen.

gebōno

geben

Gaben

zungōno

zungen

Zungen

sunt(e)ōno

sünden

Sünden

kreft(i)o

krefte

Kräfte

nahto

nähte, nahte

Nähte

Dat.

gebōm, -ōn

geben

Gaben

zungōm, -ōn

zungen

Zungen

sunt(e)ōm, -ōn

sünden

Sünden

kreftim, -in

kreften

Kräften

nahtum, -un

nahten, nähten

Nähten

Akk.

gebā

gebe

Gaben

zungūn

zungen

Zungen

sunt(i)ā

sünde

Sünden

krefti

krefte

Kräfte

naht

naht, nähte, nahte

Nähte

Bemerkungen:



ō-, jō-, n- Stämme:

Was diese Feminina betrifft, stellt die Entstehung der gemischten Deklination (ganz konsequent erst im 18. Jhd.) den wichtigsten Aspekt für ihre Deklination dar. Sie entsteht aufgrund des Zusammenfalls der Deklination der ō- Stämme und n- Stämme in ein einheitliches Paradigma. Wie bereits 4.3.1.3. erwähnt wurde, fallen ihre Wurzeln in das Mhd. zurück. Im Mhd. beginnen, einige schwach flektierte Feminina im Akk. Sg. den Ausgang -e aufzuweisen, den sie von den stark flektierten ō- Stämmen übernommen haben. Es handelt sich also um eine Art Analogie. Im 17. Jhd. kommt -e im Akk. Sg. der schwachen Feminina regelmäßig vor und wird regelmäßig gebraucht. Im Gen. u. Dat. Sg. der schwachen Feminina erscheinen im Fnhd. sowohl -e, als auch -en als Endungen, bis sich im 18. Jhd. endgültig die e- Endung durchsetzt. Der Singular wird also zugunsten der starken Flexion ausgeglichen. Die schwachen Formen des Singulars kann man im Nhd. nur noch in einigen festen Wendungen und Genitivkomposita betrachten: auf Erden, Sonnenschein, Frauenkirche, Frauenzimmer, Gnadenstoß, Kronenwirt, Kloster unserer lieben Frauen. Im Plural werden seit dem 18. Jhd. konsequent die schwachen Formen, also mit der Endung -en gebraucht. Im Fnhd. werden die Pluralformen der ō- Stämme auch stark flektiert. Die mhd. stark flektierten Feminina mit -n Ausgängen geben -n im Sg. auf, damit sie der neuen gemischten Flexion angepasst werden können: mhd. ketten, küchen, versen > nhd. Kette, Küche, Ferse.

Was die Apokope betrifft, werden die ō- Stämme im Fnhd. auch ziemlich häufig betroffen: mhd. bane, huote, pîne, mûre > nhd. Bahn, Hut, Pein, Mauer. In einigen Fällen setzen sich im Nhd. wieder die e- Formen durch: fnhd. bitt, ehr, frag, kron, red, sach > nhd. Bitte, Ehre, Frage, Krone, Rede, Sache. Die Abstrakta auf -unge, -nisse, die mhd. movierten Feminina auf -inne verlieren definitiv das auslautende -e. Dagegen werden einige im Mhd. apokopierte Feminina um die e- Endung im Fnhd./Nhd. wieder bereichert: mhd. stim(e), stund(e), erndt(e) > nhd. Stimme, Stunde, Ernte.


i- Stämme, Wurzelnomina:

Singular:

Im Fnhd. beginnt der Ausgleich des Sg. zugunsten der umlautlosen Formen durch, womit sich die Opposition Sg. - Pl. endgültig profiliert. Wie bereits in 4.6.1.3. erwähnt wurde, kommen von einigen Substantiven zwei Varianten vor - die einen behalten den Umlaut auch im Sg., im Pl. bekommen sie dann die Endung -en, die anderen geben den Umlaut im Sg. auf, im Pl. weisen sie die Endung -e oder die Endung -e + Umlaut. Zwischen beiden zunächst nur morpologisch unterschidliechen Varianten kommt es zur semantischen Differenzierung: Nom. Sg. Fahrt, Stadt - Nom. Pl. Fahrten, Städte - Nom. Sg. Fährte, Stätte - Nom. Pl. Fährten, Stätten.



Plural:

Die Formen des Plurals kennzeichnen sich durch den nur noch auf den Plural beschränkten Umlaut und die Endung -e. Eine winzige Ausnahme stellen die Komposita mit dem Substantiv Macht - Pl. Mächte dar: Nom. Sg. Vollmacht, Ohnmacht - Nom. Pl. Vollmachten, Ohnmachten.



Dieser Pluralbildung schließen sich auch die Wurzelnomina: Nom. Sg. naht - Pl. Nächte (die alte Pluralbildung bleibt in „Weihnachten“ erhalten, vgl. 4.3.1.3.) und der einzige feminine u- Stamm mhd. Nom. Sg. hand - Nom. Pl. hande > fnhd. hende, hend > nhd. Hände. Der alte Plural bleibt u. a. in vorhanden erhalten.

Bei den nichtumlautfähigen i- Stämmen setzt sich die Endung -en durch: Frist, List, Welt, Zeit - Pl. Fristen, Listen, Welten, Zeiten.

Die -en Endung kommt auch bei einigen umlautfähigen Feminina vor, die auch im Sg. den Umlaut behalten: Sg. Tür, Willkür - Pl. Türen, Willküren. Dagegen setzt sich der Umlaut im Pl. bei einigen umlautfähigen Substantiven nicht durch, sodass sie im Pl. die -en Endung tragen: Sg. Andacht, Last, Tat, Gewalt, Burg - Pl Andachten, Lasten, Taten, Gewalten, Burgen.

Die Form des Plurals bewirkt bei einigen i- Stämmen die Bildung einer neuen Singularform, die neu den Umlaut (nach dem Plural) bekommt. Im Plural tritt dann die Endung -en auf: mhd. Sg. bluot - Pl. blüete > nhd. Sg. Blüte - Pl. Blüten; mhd. Sg. sûl - Pl. suile > nhd. Säule - Säulen; mhd. Sg. stat - Pl. stete > im Nhd. kommt es zu der Spaltung: 1. Sg. Stadt - Pl. Städte (d wird in das Wort für bessere Bedeutungsunterscheidung eingeschoben, die ersten Belege dieser Schreibung erscheinen im 16. Jhd., regelmäßig kommen sie erst im 18. Jhd. vor), 2. Stätte - Pl. Stätten, 3. Statt - starkes Femininum ohne Plural, nur in Wendungen oder in der Form der Präposition statt + Gen. gebraucht: an meiner Statt = statt meiner.

4.4.4. Schwache Deklination
Im Nhd. ist die schwache Deklination nur noch auf Maskulina beschränkt. Die im Mhd. Fnhd. schwach flektierten Feminina bilden den Grundstein der gemischten Deklination, in der sie mit der Dekl. der ō- Stämme in eine Deklination zusammenfallen. Die schwache Deklination der Feminina geht also unter. Was die schwach flektierten Neutra betrifft, vgl. noch weiter.

(Bemerkungen zu der Tabelle: „normal“ geschrieben sind die ahd. Formen, kursivgesetzt sind die mhd. Formen, fettgedruckt stehen die nhd. Formen.)



Maskulina Neutra

Sg. Nom.

boto

bote

Bote

herza, ouga

herze, ouge

Herz, Auge

Gen.

boten, -in

boten

Boten

herzen, -in, ougen, -in

herzen, ougen

Herzens, Herzes, Auges

Dat.

boten, -in

boten

Boten

herzen, -in, ougen, -in

herzen, ougen

Herzen, Herz, Auge

Akk.

boten, -un

boten

Boten

herza, ouga

herze, ouge

Herz, Auge

Pl. Nom.

boton, -un

boten

Boten

herzun (-on), ougun (-on)

herzen, ougen

Herzen, Augen

Gen.

botōno

boten

Boten

herzōno, ougōno

herzen, ougen

Herzen, Augen

Dat.

botōm, -ōn

boten

Boten

herzōm, -ōn, ougōm, -ōn

herzen, ougen

Herzen, Augen

Akk.

boton, -un

boten

Boten

herzun (-on), ougun (-on)

herzen, ougen

Herzen, Augen

Die Zahl der schwach flektierten Maskulina wird seit dem Mhd. stark reduziert. Während im Mhd. viele Personenbezeichnungen, Körperteile, Tiernamen, Sachbezeichnungen, Lehnwörter, Eigennamen schwach flektiert wurden, bleibt die schwache Deklination im Nhd. nur bei Personen- und Tierbezeichnungen und bei einigen Sachbezeichnungen erhalten. (Es können auch neu entlehnte Wörter schwach dekliniert.)

Viele der Maskulina haben seit dem Ahd. Mhd. die Deklination gewechselt. Der Übertritt in die starke Dekl. wird wieder durch die Apokope des auslautenden -e im Nom. Sg. vereinfacht: mhd. grâve, herre, vürste > nhd. Graf, Herr, Fürst. So wird der Unterschied im Nom. Sg. zwischen den starken und schwachen Maskulina verwischt. Das auslautende -e bleibt nur bei einigen Substantiven erhalten: Hase, Riese. Im Fnhd. kommen oft noch beide Varianten vor, sowohl mit -e, als auch ohne es. Luther gebraucht beide Möglichkeiten, z. B. fürste, fürst, herre, herr, mensche, mensch. Die Apokope bewirkt in vielen Fällen die Reduzierung der Silben der einzelnen Wörter - von den zweisilbigen werden sie zu einsilbigen, was deren Übertritt zu der starken Flexion weiter vereinfacht.

Die Flexion der schwachen Maskulina weist seit dem Fnhd. vier Entwicklungslinien auf:



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